Eine Milliarde Euro für Erneuerung von Stadtbahnen

Investition : Eine Milliarde Euro für Erneuerung von Stadtbahnen

Für die Erneuerung der oft jahrzehntealten Stadt- und Straßenbahnnetze in Nordrhein-Westfalen bekommen die kommunalen Verkehrsunternehmen bis zum Jahr 2031 eine Milliarde Euro.

Die überwiegend aus den 1970er oder 80er Jahren stammenden Netze brauchten dringend „ein Upgrade auf den heutigen Stand der Technik“, teilte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mit. Das Geld werde aus Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt.

Laut einem Gutachten des Verkehrsministeriums haben Stadt- und Straßenbahnen des kommunalen Schienenverkehrs in NRW bis 2031 einen Investitionsbedarf von rund 2,6 Milliarden Euro. Erneuert werden müssen Gleise, Oberleitungen, Weichen, Signale und Haltestellen ebenso wie Brücken, Bahnübergänge oder Stellwerke.

Auch das Schienennetz mit teilweise unterschiedlichen Spurbreiten soll vereinheitlicht werden. Solche „Systembruchstellen“ stören laut einem Regierungsbericht den Verkehrsfluss vor allem in Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr und Essen. Für rund 46 Millionen Euro sollen diese beseitigt werden, sagte Wüst.

Für die Finanzierung der Stadt- und Straßenbahnnetze sind die Kommunen zuständig. Das Land werde mit den Verkehrsunternehmen eine Rahmenvereinbarung bis zum Sommer abschließen, sagte Wüst. Der Landesverband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßte die Pläne. „Endlich haben wir nun die nötige finanzielle und zeitliche Planungssicherheit, um die Projekte anzugehen“, sagte der Landesvorsitzende Ulrich Jaeger.

Auch die Städte und Kommunen befürworteten die Finanzspritze grundsätzlich. „Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung“, erklärte der Vorsitzende des Städtetags NRW, Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

(dpa)
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