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Düsseldorf: Freispruch für Taxifahrer im Prozess um Autorennen

Düsseldorfer Innenstadt : Freispruch für zwei Taxifahrer im Prozess um illegales Autorennen

Das Amtsgericht Düsseldorf hat am Montag zwei Taxifahrer aus Erkrath und Düsseldorf von dem Vorwurf freigesprochen, an einem illegalen Autorennen beteiligt gewesen zu sein.

Den beiden 23- und 25-jährigen Männern sei nicht nachzuweisen, dass sie sich am Abend des 26. Oktober in ihren Mercedes-Diesel-Taxis an einer roten Ampel in der Düsseldorfer Innenstadt ein strafbares Rennen geliefert hätten, entschied das Gericht. Dazu sei die Strecke bis zur nächsten roten Ampel mit 50 Metern schlicht zu kurz gewesen, sagte der Richter.

Die beiden Taxifahrer waren damals von zwei Polizisten angehalten und angezeigt worden. Die Beamten hatten mit ihrem Wagen an der Ampelkreuzung hinter den Taxis gestanden, als diese beim Umspringen der Ampel mit Vollgas losgefahren seien. Die beiden Polizisten waren laut ihrer Aussage vor Gericht damals überzeugt, dass sich die Taxifahrer zuvor an der roten Ampel bei heruntergelassenen Seitenscheiben zu einem Rennen verabredet hatten. Einer der Fahrer habe schon seine Reifen durchdrehen lassen, berichteten sie.

Das reiche nicht für eine Verurteilung, sagte der Richter und ein Bußgeld für unnötig verursachten Lärm könne er nicht mehr verhängen. Das sei nach drei Monaten verjährt.

Die Taxifahrer hatten über ihre Verteidiger bestritten, sich überhaupt zu einem Rennen verabredet zu haben. Bei einer Verurteilung hätte den beiden Männer neben dem Verlust der Fahrerlaubnis auch eine empfindliche Geld- oder sogar eine Haftstrafe gedroht.

(dpa)