Düsseldorf: Dritte Auflage von Mordprozess um Gasexplosion

Düsseldorf: Dritte Auflage von Mordprozess um Gasexplosion

Der Mordprozess um eine verheerende Gasexplosion vor zweieinhalb Jahren in Mönchengladbach muss zum dritten Mal aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof hat zwei Urteile des Mönchengladbacher Landgerichts aufgehoben und den Fall nun nach Düsseldorf verwiesen.

Ein 24-Jähriger hatte in seiner Wohnung die Gasleitung geöffnet, bevor seine Ex-Freundin kam, um nach der Trennung ihre Sachen abzuholen. Als sie sich eine Zigarette anzündete, kam es zu einer gewaltigen Explosion, die das Mehrfamilienhaus völlig zerstörte.

Ein Mieter einer Nachbarwohnung wurde von der Druckwelle aus dem Haus geschleudert und von Trümmern erschlagen. Die Ex-Freundin erlitt schwerste Verbrennungen, unter anderem im Gesicht.

Das Landgericht Mönchengladbach hatte den Angeklagten zweimal wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Beide Male hielten die Urteile vor dem Bundesgerichtshof nicht stand. Vom kommenden Mittwoch an müssen nun Düsseldorfer Richter über den Fall befinden. Vier Verhandlungstage sind geplant.

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