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Ditib beklagt „Anteilslosigkeit“ der deutschen Gesellschaft

Muslime seien gefährdet : Ditib beklagt „Anteilslosigkeit“ der deutschen Gesellschaft

Der türkisch-islamische Dachverband Ditib hat der deutschen Politik und Gesellschaft „Anteilslosigkeit“ angesichts einer angespannten Sicherheitslage und offenen „Hetze gegen Muslime und Juden“ vorgeworfen.

Muslime seien sehr gefährdet, teilte der Generalsekretär es Ditib-Bundesverbands, Abdurrahman Atasoy, in Köln mit. „Das letzte Beispiel hierfür sind sicherlich die Flugblätter mit Hakenkreuzen und Todesdrohungen gegen Muslime in Köln-Mülheim wenige Tage vor dem 15-jährigen Gedenken der Opfer des Nagelbombenanschlags der Terrorgruppe NSU.“

Köln gedenkt an diesem Sonntag des Anschlags des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU). Am 9. Juni 2004 hatten NSU-Mitglieder vor einem Friseursalon in Köln-Mülheim eine Nagelbombe gezündet. 22 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Diese Woche waren im Stadtteil Mülheim Flugblätter mit Hakenkreuzen und Gewaltaufrufen gegen Muslime in Briefkästen verteilt worden. Nach den Tätern wird gesucht.

(dpa)