Digitalisierung: 20.000 Smartphones für die Polizisten in NRW

Verbrecherjagd jetzt auch digital : 20.000 Smartphones für die Polizisten in NRW

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen soll ab der zweiten Jahreshälfte nach und nach mit 20.000 Smartphones versorgt werden.

„Das reicht nicht ganz für die persönliche Ausstattung“, teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Montag in Düsseldorf mit. Die erste Tranche sei aber „mehr als nur ein Schritt auf dem Weg dorthin“ und besser als weitere Verzögerungen des Vorhabens.

Ein Sprecher von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) unterstrich: „Direkt nach seinem Amtsantritt hat Minister Reul die bessere Ausstattung der Polizei zu seinem Projekt gemacht.“ Dazu gehörten insbesondere die Digitalisierung und Smartphones für die Polizei. „Dieses Projekt wird nun Stück für Stück realisiert.“

Weil die Haushaltsmittel nicht reichten, würden erst die operativ tätigen Polizeikräfte mit persönlichen Smartphones versorgt, berichtete die GdP. Andere Einheiten, unter anderem Kriminalkommissariate, müssten sich zunächst Geräte teilen.

Auch bei den Apps komme nicht gleich zu Beginn der große Wurf, stellte die GdP fest. „Geplant sind ein Messenger-Dienst, eine mobile Abfragemöglichkeit für Personen und Sachfahndung sowie eine Scan-Funktion für Dokumente.“ Weitere Apps, zum Beispiel zur Aufnahme von Verkehrsunfällen, sollten folgen.

Die neuen Smartphones sollen im Sommer in mehreren Polizeibehörden getestet werden. Die GdP betonte, die neuen Arbeitsmittel dürften „nicht dazu genutzt werden, Personal einzusparen, zu überwachen und Arbeit weiter zu verdichten“ - etwa durch ständige Erreichbarkeit.

(dpa)
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