Diebstahl-Hitliste in der Städteregion Aachen

Parfüm, Alkohol und Handys : Alljährliche „Hitliste” der meistgeklauten Weihnachtsgeschenke

In der Weihnachtszeit stapeln sich die Geschenke in den Häusern Deutschlands und warten auf das Überreichen am heiligen Abend. Das lockt jedoch auch Diebe an und wie in jedem Jahr veröffentlichte die Polizei Aachen ihre - nicht immer ganz ernste - Statistik der meistgeklauten Gegenstände.

Vom 1. bis zum 21. Dezember sammelte die Pressestelle der Polizei die Diebstähle und Einbrüche in der Region. Daraus entstand die Rangliste der Gegenstände, die am häufigsten von einem Weihnachtsbaum unter den anderen wanderten.

Auf Platz 4 liegen abgeschlagen die Elektronikartikel. „Vor Jahren unterlagen die Artikel wie Kopfhörer, MP3 Player und Handys einem wahren ‚Klauhype’”, so Pressesprecher Paul Kemen. Doch die Zeit heilt bekanntlich alle Hypes und so sind sie mittlerweile auf Rang 4 der Statistik angekommen.

Auch Platz 3 liegt im Abwärtstrend: Für Kleidung geht es von Platz 2 einen Rang hinunter. Dafür ist hier die Bandbreite besonders groß: Mütze, Mantel, Hose, Stirnband, Handschuhe und Socken standen oben auf der „Wunschliste”. Da lassen sich Diebe auch von mäßigen Temperaturen nicht beeinflussen, wie die Polizei feststellt.

Der Gesetzesbruch führt wohl mitunter zu Gewissensbissen, die der Täter dann wohl mit alkoholischen Getränken zu bekämpfen versucht. So lässt sich wohl Platz 2 erklären: Spirituosen. Besonders die drei W - Whisky, Wodka und Wein - seien gefragt. Doch auch Kaffee findet sich auf der Liste. Wenig überraschend, so findet das unehrbare Handwerk doch meistens eher nachts statt.

And the winner is... Parfüm? Ja, tatsächlich wollen Diebe (oder die zu Beschenkenden) im Jahr 2018 besonders gut riechen und verhelfen den Düften somit auf Platz 1. „Vor allem teure Premiummarken finden sich oben auf der Klauliste”, heißt es im Bericht, man befürchtet sogar die Städteregion zu Heiligabend „unter einer Duftwolke liegt, die ihres gleichen sucht.” Hier gab es auch einen Rekordklau im Wert von 550 Euro als eine der vielen Täterinnen ein Komplettpaket eines Aachener Kaufhauses mitgehen ließ.

Doch auch ein paar Exoten haben es in die Statistik geschafft, die teilweise verzweifeln lassen und die wir unverändert wiedergeben wollen: „So ist bislang ungeklärt, wie ein Mann drei 5-Liter-Kanister Frostschutz in Monschau in einem Supermarkt unbemerkt an der Kasse vorbei bugsieren konnte. Erst draußen fiel der Dieb auf. Dann gab es noch den Dieb als Hobbyschrauber, der wohl ein Fahrrad selbst zusammenbauen wollte. In einem Fahrradladen wurde er dabei erwischt, wie er so mit und mit Bauteile von Fahrrädern stahl. Mal 'ne Rückleuchte, mal 'nen Sattel, mal zwei Fahrradschläuche und Mäntel... Letztendlich flog er dann auf.”

Im Fazit könnte man sagen, dass wohl erst die Kleidung für die Augen und nun die Düfte für die Nasen organisiert wurden. Trotzdem bleibt wohl der freundliche Tipp übrig, dass sich Weihnachten mit reinem Gewissen viel besser feiert. Und der Weihnachtsmann weiß schließlich genau, wer artig war und für wen Ärger droht.

(cheb/pol)
Mehr von Aachener Zeitung