Aachen: Die Jagd nach den schnellen Geparden ist erfolgreich

Aachen: Die Jagd nach den schnellen Geparden ist erfolgreich

Die überaus lebendigen Totenkopfäffchen in ihrem neuen Freigehege (kein Käfig) sind der neue Magnet des Aachener Tierparks. Rasant toben sie durch die Bäume. Mit den schnellsten Landtieren überhaupt wird Tierpark-Chef Wolfram Graf-Rudolf bald schon für einen wohl noch größeren Magneten sorgen.

Geparden sollen im Mai 2012 in seinen Euregiozoo einziehen. Graf-Rudolf hat die eleganten Jäger aus der afrikanischen Savanne schon länger ins Visier genommen. Mittlerweile steht fest, dass sie kommen. Und dafür wird bereits umfangreich umgebaut.

Die alten Affenhäuser links vom Haupteingang werden komplett saniert und bekommen neue Mieter. Von links nach rechts zehn Kapuzineräffchen, die aus Münster nach Aachen ziehen, dann die beliebten Pinselohrschweinchen und abschließend eben die Geparden.

Alle bekommen großzügige Außengehege vor den Affenhäusern, der alte Asphaltweg wird demnächst weggebaggert. Wie die Totenkopfäffchen sollen auch die Kapuzineraffen nicht durch einen Käfig von den Zoobesuchern getrennt werden. Höhepunkt des neuen Komplexes wird aber die Gepardenanlage. Stolze 2500 Quadratmeter bekommen die Raubkatzen. Das Areal reicht bis zum Berberaffenkäfig hinunter. Dafür wird unter anderem das alte Stachelschweingehege (die Tiere bekommen eine neue Heimat direkt am Eingang) abgerissen, die alten Vogelvolieren sind bereits abgerissen, Tonnen Beton musste abgebrochen werden.

Letztlich ist die Wiederbelebung der alten Affenhäuser mit neuen Tieren die größte Baumaßnahme nach dem Kinderbauernhof, die Tierparkchef Graf-Rudolf verantwortet. Und er ist nun auch schon seit elf Jahren im Amt. 280.000 Euro kostet der Umbau, viel Geld muss in Abbruch und Isolierung investiert werden. „Neu Bauen ist immer einfach, aber aus den alten Betonbunkern etwas Neues machen? Das ist schon eine Herausforderung. Aber ein kompletter Abriss wäre nicht zu bezahlen”, erklärt Graf-Rudolf und öffnet die Baustellentür. Er zeigt die nackten Wände, die alle isoliert werden müssen, deutet an, wie sich die Tiere durch ihr neues Gehege bewegen können, erklärt, dass im Außengelände Ruheplätze in guter Sicht der Besucher angelegt werden. „Das war hier ein richtiger Schandfleck. Auch deshalb ist das eine besondere Maßnahme”, sagt er.

Sie wird dem Tierpark ein neues Bild verleihen, verpackt mit unbehandelten Lerchenbretter. Ein paar Meter weiter steht zudem ein Neubau (gespendet durch den Förderverein), in dem nicht ganz so schnelle Bewohner einziehen werden - kleine griechische (die im Winter im Kühlschrank übernachten) und gigantische Galapagos-Schildkröten. Die werden mehr als 80 Zentimeter groß und wiegen satte 200 bis 300 Kilo. Graf-Rudolf sucht gerade ein paar jüngere und damit leichtere Exemplare, denn diese neuen Magneten müssen schließlich zunächst in ihr Gehege getragen werden.

Der sechstbeliebteste Zoo des Landes

Den sechsten Platz belegt der Aachener Tierpark bei einer Umfrage der Internetseite „Deutschland stimmt ab” über die beliebtesten Zoos Deutschlands. Damit rangiert Aachen vor dem berühmten Tierpark Hagenbeck in Berlin oder dem großen Leipziger Zoo. Platz 1 belegt der Tierpark In Dessau. Teilgenommen hatten 7656 Internetnutzer.