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Siegerehrung der Schüler-Rallye: Die besten, schnellsten und motiviertesten Netrace-Teams

Siegerehrung der Schüler-Rallye : Die besten, schnellsten und motiviertesten Netrace-Teams

Nach einem Netrace, wie es noch keines gab, wurden die zehn Siegerteams der Internetrallye von unserer Zeitung und NetAachen jetzt auch unter Corona-Bedingungen gekürt: auf einer digitalen Preisverleihung.

Sie kamen, surften und siegten: Das Team Simply the best vom Franziskus-Gymnasium Vossenack hat das 14. Netrace gewonnen. Die fünf Schülerinnen haben sich unter rund 1100 Teilnehmern der jährlichen Online-Rallye von unserer Zeitung und NetAachen durchgesetzt. Nun bekamen sie und die anderen neun besten Teams bei der Siegerehrung ihre Preise verliehen.

 Es war tatsächlich, so wie im Sommer 2020 angekündigt, „das digitalste Netrace aller Zeiten“. Vollständig unter Coronavirus-Bedingungen ausgerichtet, kämpften die 144 Teams von 40 Schulen aus der ganzen Region nicht nur mit den von Runde zu Runde schwerer werdenden Aufgaben, sondern auch mit Unterrichtsausfällen, Maskenpflicht und Schnelltests im Klassenraum und einem ständigen Wechsel zwischen Distanz-, Präsenz- und Hybridunterricht.

Und auch die Siegerehrung, die vom ersten Netrace im Jahr 2007 an traditionell als große Feier an wechselnden Orten mit buntem Programm samt gemeinsamem Mittagessen stattgefunden hatte, musste in diesem Jahr als Videokonferenz ablaufen. Moderiert wurde sie von unserer Redakteurin Annika Kasties, technische Plattform war die in Aachen entwickelte Webinar-Software Edudip.

Zum Auftakt zollten die Organisatoren der Schülerrallye denn erst einmal den zehn Teams ihren Respekt, die es trotz aller Widrigkeiten am Ende an die Tabellenspitze geschafft hatten. Schlechter waren die Ergebnisse trotz Corona übrigens nicht, eher im Gegenteil: „Wir hatten den Eindruck, dass die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr noch gründlicher recherchiert hatten“, sagte Wilhelm Maassen, Geschäftsführer des medienpädagogischen Instituts Promedia Maassen aus Alsdorf, wo das Netrace ausgerichtet wird.

Andreas Schneider wiederum, Geschäftsführer des Netrace-Sponsors NetAachen, sah das Engagement seines Unternehmens für den Wettbewerb ein weiteres Mal bestätigt. „Das Netrace ist eine Verknüpfung aus sinnvoller Recherche mit Spaß und Spannung und der Möglichkeit, etwas zu gewinnen“, bilanzierte er. „Es macht Spaß, das als Sponsor zu unterstützen.“

Eine besondere Botschaft kam per Video zu den Teilnehmern der Siegerehrung: ein Gruß von Khalid Bounouar. Der in Eschweiler geborene Comedian, Mitglied der bundesweit tourenden RebellComedy-Truppe und bekannt aus den Sendungen Nightwash und Quatsch Comedy Club, outete sich als Netrace-Fan und rief die Teilnehmer auf, solche Möglichkeiten zu nutzen. Seine Botschaft: „Ich find’s hammer, macht weiter so, fördert die nächste Generation.“

Dass der Wettbewerb für viele der Teilnehmer keine Eintagsfliege ist, zeigte eine kleine Umfrage unter den Anwesenden: rund 60 Prozent gaben an, schon „alte Hasen“ zu sein und seit Jahren beim Netrace mitzumachen.

Dass allerdings selbst mehrjährige Teilnahme keine Garantie für einen vorderen Tabellenplatz bietet, bewies der 20. Tabellenplatz des NetAachen-eigenen Teams „Hannah und die alten Männer“, das traditionell außer Konkurrenz, aber mit um so mehr Spaß an der Sache dabei ist. In einem selbstgedrehten Videoclip nahmen Hannah Hoffmann, Thomas Schwabe und Alfred Reuters ihr Abschneiden humorvoll selbst aufs Korn.

Dann wurde es spannend. Wie üblich erfuhren die zehn Gewinnerteams ihre genaue Platzierung in Form eines Countdowns, beginnend bei Platz 10. Der ging an die Gruppe Super10 von der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf. Auf Platz 9 folgte ein altbekannter Name: Die Spürnasen vom Geschwister-Scholl-Gymnasium sind das erfolgreichste Team in der 14-jährigen Geschichte des Wettbewerbs und waren schon etliche Male in den Top Ten. „Es ist eine Tradition an unserer Schule geworden“, sagte Teamsprecherin Sümeyye-Beyza Sarikaya. Die nach ihren Worten fortgesetzt werden soll.

Der achte Platz ging nach Düren: Das nur dreiköpfige Team Rurtaler 8a vom Rurtalgymnasium war erstmals im Wettbewerb dabei. Auf Rang 7 folgen die „Motivianer“ von der Bischöflichen Marienschule Aachen. Lehrer Heiko Bodonge erklärte das Erfolgsrezept, mit dem das Team in allen Runden volle 50 Punkte erreicht hatte. „Wir zelebrieren an unserer Schule das Netrace regelrecht, es gibt Tee und Bananen und wir lassen uns viel Zeit.“ Für die Plätze 7 bis 10 gab es je einen Scheck über 250 Euro als Gewinn.

Das Team auf Platz 6 kommt von der Realschule Heinsberg und hatte den längsten Namen: Name.exe has stopped working. Ein Gag aus der Computerwelt, erklärte Teamsprecher Jakob Dann. Sein Fazit zum „Corona-Netrace“: „Es war schon ziemlich stressig.“ Doch: „Es hat Spaß gemacht.“

Auf den fünften Platz kamen Die_MicLehs vom Gymnasium Hückelhoven. „Wir haben uns darauf konzentriert, alle Fragen richtig gründlich fertig zu kriegen und nicht die Zeit im Blick zu haben“, sagte Teamsprecherin Martha Große Siestrup. Und wie hat es ihr gefallen? „Ich würd’s jederzeit gerne nochmal machen“, war die eindeutige Antwort. Die Plätze 5 und 6 wurden mit je 500 Euro bedacht.

„Haben uns als Team durchgebissen“

Auf dem 4. Platz standen am Ende Ocean’s 9 von der Käthe-Kollwitz-Schule Herzogenrath. „Wir haben uns als Team durchgebissen“, erklärte Sprecher Michael Ramm.

Die Bronzemedaille ging an die Gruppe TippenOhneAuszuflippen vom Einhard-Gymnasium aus Aachen. Die sechs Schüler mussten sich schon in der ersten Runde gegen 10 Teams an ihrer Schule durchsetzen. „An Motivation hat es nicht gemangelt“, fand Teamsprecher Lukas Esch.

Silber geht an das Team durchsieben von der Viktoriaschule Aachen. Auch diese Schule ist seit dem ersten Netrace dabei – und das dürfte nach dem Willen von Teamsprecherin Insa Setzer auch so bleiben: „Wir würden gerne nächstes Jahr wieder mitmachen.“ Je 750 Euro gab es für die Plätze 2 und 3.

Den Sieg fuhren die fünf Schülerinnen von Simply the best ein. Fast wären sie gar nicht dabei gewesen, sagte Sprecherin Eva-Marie Maurer. Sie hatte vom Netrace in der Zeitung gelesen und ihr Team noch am letzten Tag der Anmeldefrist angemeldet. Der Blick in die Zeitung lohnte sich für die Gruppe: 1000 Euro gibt es für den ersten Platz. Ein Gewinn dürfte die Teilnahme aber für jedes Team gewesen sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind die Netrace-Sieger 2021