Aachen: Die Bagger sind da: Abriss im Zeitplan

Aachen: Die Bagger sind da: Abriss im Zeitplan

Große Teile der Zentralbrücke am Aachener Kreuz sind bereits abgerissen worden, heute Abend wird die Hälfte der knapp 50 Jahre alten Brücke Geschichte sein. Seit 20 Uhr am Samstagabend sind acht 35-Tonnen-Bagger im Dauereinsatz, um die heiße Phase des Umbaus am Kreuz Aachen so schnell wie möglich abschließen zu können.

Die Arbeiten sind nach Angaben von Projektleiter Helmut Helzle im Zeitplan. Zwei Bagger haben in der Nacht die halbe Brücke auseinandergenommen, die anderen sechs haben die Brücke von unten abgetragen. Tieflader sind im Pendelverkehr unterwegs, um Schutt und Stahl abzutransportieren.

Die Polizei ist vor Ort - vor allem, um Schaulustige zu vertreiben, die eventuell versuchen, in die Baustelle zu kommen. Probleme gab es aber bislang nicht.

Mit Stau ist laut Landesbetrieb Straßenbau im Laufe des Sonntags zu rechnen, weil die inneren Schleifen im Kreuz und der Bereich unter Brücke komplett gesperrt sind. Vermutlich haben die Warnungen vor unnötigen Fahrten aber offenbar gewirkt: Bis zum Nachmittag war die Verkehrslage rund ums Kreuz eher ruhig, weil kaum Autos unterwegs waren. Lediglich an den Anschlussstellen Brand, Eschweiler-West, Alsdorf und Broichweiden kam es zeitweise zu kleineren Verkehrsstörungen.

Die Sperrung soll bis Sonntagabend, 20 Uhr dauern. Durch die Baumaßnahmen und Umleitungen kann es auch an den Anschlussstellen Brand, Eschweiler-West, Alsdorf und Broichweiden zu Verkehrsstörungen kommen.

Mit dem Abbruch der halben Zentralbrücke beginnt die wichtigste Phase des Umbaus des Aachener Autobahnkreuzes. Der Verkehr der A 44 in beide Richtungen ist bereits auf die westliche Brückenhälfte verlegt. Die Fundamente der Brücke wurden diese Woche freigelegt und für den Abriss vorbereitet.

Bevor die Bagger anrücken, wird eine Kiesschicht von einem Meter Dicke zum Schutz der unteren Fahrbahnen vor herunterstürzenden Betonteilen aufgebracht. Acht große Bagger werden dann zuerst die Fahrbahndecke von oben mit Hydraulikhämmern entfernen und im Anschluss die Betonträger von unten mit Betonscheren abbrechen.

Der Schutzkies und der später zerkleinerte Stahlbeton werden als Frostschutzschicht beim Bau von neuen Fahrbahnen wieder verwendet. Der Abriss der 1500 Kubikmeter großen ersten Brückenhälfte wird etwa 400.000 Euro kosten.

Der Neubau der ersten Brückenhälfte soll bis zum Herbst diesen Jahres abgeschlossen sein. Die aktuelle Verkehrsführung auf der A 44 bleibt solange bestehen. Danach folgt der Abbruch und knapp einjährige Neubau der westlichen Brückenhälfte, während der Verkehr auf der A 44 dann bereits über die neue Brücke fließt.

Betroffen von den Sperrungen am Wochenende sind laut Landesbetrieb Straßenbau die Fahrtrichtungen Köln-Niederlande/Europaplatz bzw. Niederlande/Europaplatz-Köln sowie alle vier Abbiege-Schleifen im Aachener Kreuz.

Nicht betroffen ist der Verkehr auf der A44 von Düsseldorf in Richtung Belgien und von Belgien in Richtung Düsseldorf sowie der Abbiegeverkehr von Belgien in Richtung Köln, aus der Niederlande in Richtung Belgien, von Düsseldorf in Richtung Niederlande und von Köln in Richtung Düsseldorf. Für die anderen Verkehrsverbindungen wird empfohlen, das Kreuz weiträumig zu umfahren.

Die Empfehlungen des Landesbetriebs

Der Fernverkehr aus Köln oder den Niederlanden sollte die A 4 im Autobahnkreuz meiden. Ab Köln werden Hinweisschilder auf die Ausweichroute über die A 61 und die A 44 aufmerksam machen. Im Nahbereich des Kreuzes aus Köln/Eschweiler kommend empfiehlt der Landesbetrieb, ab der Anschlussstelle Eschweiler-West über die L 240 auf die A44 an der Anschlussstelle Alsdorf auszuweichen.

Im Autobahnkreuz selbst wird der Verkehr der A 4 aus Köln kommend in Richtung Düsseldorf geführt, und es besteht die Möglichkeit an der Anschlussstelle Broichweiden zu wenden. Auch hier wird die Ampelschaltung entsprechend angepasst.

Der Verkehr aus den Niederlanden und vom Aachener Europaplatz wird über die A 44 bis zur Anschlussstelle Aachen-Brand umgeleitet. Dort wird die Ampelschaltung für den wendenden Verkehr umgestellt.

Auch für den Verkehr aus den Niederlanden werden auf niederländischer Seite weiträumige Umgehungen an den Kreuzen Lummen und Kerensheide ausgeschildert. Die Umleitung erfolgt über das Autobahnkreuz Lüttich in Belgien.

Um die Entstehung lebensgefährlicher Situationen zu verhindern, weist der Landesbetrieb darauf hin, dass jegliches Betreten der Autobahn und Baustelle verboten ist. Aus diesem Grund werde auch die Polizei vor Ort sein.

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