Lüttich: Deutschsprachige Belgier wollen mehr Rechte

Lüttich: Deutschsprachige Belgier wollen mehr Rechte

Die deutschsprachigen Belgier wollen ihre Mitspracherechte stärken und eine eigene Region gründen. Das sagte der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft, Karl-Heinz Lambertz, laut einem Bericht des belgischen Rundfunksenders VRT vom Mittwoch.

Die deutschsprachige Bevölkerung in Ostbelgien besteht aus rund 70.000 Menschen. Anders als Flandern, Wallonien und Brüssel ist die Gemeinschaft jedoch keine vollwertige Region.

Lambertz war zuvor mit dem flämischen Separatisten Bart De Wever zusammengetroffen, der Mitte Juni die Parlamentswahlen in Belgien gewonnen hatte. De Wever ist vom Königshaus beauftragt, mögliche Regierungskoalitionen auszuloten. Dabei führt er auch Gespräche über eine Staats- und Föderalismusreform.

Die Deutschsprachigen hätten es mit der Übernahme neuer Regionalkompetenzen nicht eilig, sagte Lambertz. Die Unterhaltung mit De Wever sei aber sehr gut verlaufen.