Köln: „De Flönz es god”: Kölner Blutwurst ist jetzt ein geschütztes Gut

Köln : „De Flönz es god”: Kölner Blutwurst ist jetzt ein geschütztes Gut

Die Kölner Blutwurst, von den Domstädtern vor allem „Flönz” genannt, muss künftig auch aus Köln stammen - zumindest zum Teil. Die Europäische Kommission hat das EU-Gütezeichen „geschützte geografische Angabe” für das traditionelle Gericht vergeben, das unter anderem zum rheinischen Traditionsgericht „Himmel und Ääd” und als „Kölsch Kaviar” auf den Tisch kommt.

Für das Gütezeichen muss mindestens eine der Produktionsstufen - also Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung - im Herkunftsgebiet durchlaufen werden. Nach EU-Angaben von Freitag besitzen derzeit rund 1350 Produkte die Auszeichnung, darunter die Bayerische Brezeln und die Aachener Blutwurstspezialität „Oecher Puttes”, der „Allgäuer Bergkäse” und die „Nürnberger Rostbratwürste”. Im Raum Köln sind bereits das Kölsch und der Bornheimer Spargel geschützt.

Die rotbraune Flönz wird in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf gleichermaßen geschätzt. Mit ihren kleinen weißen Speckstückchen bieten sie Metzgereien meist in einer Ringform an. Immer wieder wird die Wurst auch besungen, unter anderem in einem Mundartlied, in dem es heißt „De Haupsaach es, de Flönz es god!”.

(dpa)