Aachen: Dauerregen und stürmischer Wind in der Region

Aachen : Dauerregen und stürmischer Wind in der Region

Regenfluten im Westen: Für Teile Nordrhein-Westfalens galten am Sonntag weiterhin Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienst (DWD). Dauerregen und stürmischer Wind bestimmten die Lage in NRW.

In der Städteregion Aachen drehte der Wind im Laufe der Nacht über Süd auf westliche Richtungen und frischte spürbar auf. In freien und für Westwind begünstigten Lagen wurden laut DWD auch einzelne Böen um 80 km/h gemessen.

Dauerregen und stürmischer Wind bestimmen die Lage in NRW und lassen einige Kanäle in der Region überlaufen. Foto: Ralf Roeger

Der massive Dauerregen hatte den Pegelstand der Inde erheblich steigen lassen. Ab 1,50 Meter ist die „Alarmschwelle“ erreicht. Zeitweise lag man in Kornelimünster einige Zentimeter über dieser kritischen Marke. Die Berufsfeuerwehr war aufgrund der präzisen Wettervorhersagen auf die Situation vorbereitet. Im Schulterschluss mit der Freiwilligen Feuerwehr wurden die Pegelstände regelmäßig gemessen.

Dauerregen und stürmischer Wind bestimmen die Lage in NRW und lassen einige Kanäle in der Region überlaufen. Foto: Ralf Roeger

Zur Sicherheit platzierte man einige Sandsäcke an Stellen, die erfahrungsgemäß zuerst von den Wassermassen in Mitleidenschaft gezogen werden. Anwohner errichteten — ebenfalls Routine — ihre Spundwände. Schon am Sonntagnachmittag entspannte sich die Lage wieder, der Pegel sank deutlich unter 1,50 Meter. Nur einige Wiesen in der Nachbarschaft wurden noch überschwemmt.

Dauerregen und stürmischer Wind bestimmen die Lage in NRW und lassen einige Kanäle in der Region überlaufen. Foto: Ralf Roeger

Nur einen Einsatz gab es für die Stolberger Feuerwehr in Sachen Hochwasser: Ein Teilstück der Hastenrather Straße stand nahe dem Allmannshof unter Wasser. „Nachdem wir die Straßeneinläufe geöffnet hatten, war dieses Problem schnell beseitigt. Ansonsten hat uns der Regen kaum beschäftigt“, beschreibt Brandoberinspektor Herbert Benkert.

Dauerregen und stürmischer Wind bestimmen die Lage in NRW und lassen einige Kanäle in der Region überlaufen. Foto: Ralf Roeger

Schon am Sonntagmittag seien die Pegelstände fallend gewesen, lediglich dem zurzeit in Atsch residierenden Zirkus habe die Wehr noch ausgeholfen: In der Manege hatte sich Wasser gesammelt, und die Feuerwehr lieh den Zirkusleuten eine Pumpe aus.

Dauerregen und stürmischer Wind bestimmen die Lage in NRW und lassen einige Kanäle in der Region überlaufen. Foto: Ralf Roeger

„In der Hauptwache verfügen wir über einen voll ausgerüsteten Hochwasser-Stabsraum, den wir in Betrieb genommen haben. Den Stab auch einzuberufen, war allerdings nicht nötig“, sagt Benkert. Machte die Vicht den Feuerwehrleuten keine Sorgen, so war im Stadtteil Vicht jedoch ein Einsatz notwendig: In der Straße Auf der Kloos kam es zu einem Garagenbrand.

In der geräumigen Garage befanden sich neben zwei Autos ältere Küchengeräte, die vermutlich aufgrund eines technischen Defekts Feuer gefangen hatten. Das Garagentor ließ sich nicht öffnen, aber die Feuerwehr konnte sich durch eine Verbindungstür zum Garten Zutritt verschaffen und den Brand löschen, bevor er sich auf die Autos ausdehnte.

Beschädigungen der Fahrzeuge durch die hohen Temperaturen und die Rauchentwicklung seien dennoch wahrscheinlich, meint der Feuerwehrmann.

Ein Tief bei den Britischen Inseln ist für die Wetterlage verantwortlich und führt mit einer südwestlichen Anströmung feuchte und sehr milde Luftmassen nach Nordrhein-Westfalen. Nach kurzer Wetterberuhigung an Heiligabend folgen weitere atlantische Tiefausläufer und sorgen für unbeständiges aber weiterhin mildes Weihnachtswetter.

(red)