Kaum Hochsensibles: Datenleck betrifft 135 Persönlichkeiten in NRW

Kaum Hochsensibles: Datenleck betrifft 135 Persönlichkeiten in NRW

Der Großangriff auf persönliche Daten betrifft in Nordrhein-Westfalen insgesamt 154 Menschen - zumeist Politiker. 137 der Betroffenen seien Bundes- und Landespolitiker, teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag in Düsseldorf mit. Dazu gehörten auch vier Mitglieder der Landesregierung.

Im Gegensatz zu einigen der bundesweit rund 1000 betroffenen Politiker, Prominenten und Journalisten sind bei den Online-Attacken auf Menschen aus NRW aber offenbar keine extrem persönlichen oder hochsensiblen Informationen ins Internet durchgesickert. „Der allergrößte Teil sind Handydaten - weniger problematische Daten“ sagte Reul. Er selbst sei überraschenderweise nicht betroffen.

Zuvor hatte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden im Zusammenhang mit der Online-Attacke die vorläufige Festnahme eines 20-Jähriger aus Mittelhessen bekanntgegeben. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus Sicherheitskreisen, dass der junge Mann in vollem Umfang geständig sei. Zuvor hatte „Spiegel Online“ berichtet. Die Wohnung des Tatverdächtigen war am Sonntag durchsucht worden.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind etwa 50 der 1000 Online-Angriffe schwerwiegender, weil größere Datenpakete wie Privatdaten, Fotos und Korrespondenz veröffentlicht worden seien. Reul berichtete, in NRW sei seit Freitag versucht worden, alle Betroffenen zu informieren, was von ihnen ins Netz gelangt sei.

(dpa)
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