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Wie viel war’s?: Das Quiz zur Materialschlacht am Autobahnkreuz

Wie viel war’s? : Das Quiz zur Materialschlacht am Autobahnkreuz

Der Umbau eines Autobahnkreuzes ist eine Materialschlacht. Wie viele Kilometer Leitplanken sind am Ende eigentlich gebaut worden, wie viele Schilderbrücken und wie viele Ersatzbrücken? Rätseln Sie mit.

Zwölf Jahre hat der Umbau des Autobahnkreuzes Aachen gedauert. Zählt man den sechsspurigen Ausbau der A44 bis zur Abfahrt Broichweiden mit, werden es am Ende sogar 14 Jahre sein. Denn dieser Abschnitt soll erst Ende 2023 fertig werden. Doch die offizielle Umbaudauer endet am Freitag mit einem kleinen Festakt – nach zwölf Jahren. Am Ende kostet der Kreuzumbau 152 Millionen Euro. Wofür wurde das Geld verwendet?

Im Autobahnkreuz finden sich jetzt vier neue Brücken. Sie haben vor allem die Funktion, dass so wenig wie möglich Spurwechsel durch kreuzende Autofahrer entstehen, um Staus und Unfälle zu vermeiden. Sechs Brücken wurden abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

Der teuerste Ersatzneubau war die A4-Brücke aus den Niederlanden ins Kreuz hinein, in die fünf Jahre Planung geflossen sind. Dieser sogenannte Überflieger, der nun 172 statt zuvor 93 Meter lang und 23 statt 16 Meter breit ist, kostete laut Autobahn GmbH rund 25 Millionen Euro. So teuer waren die übrigen sieben Brückenbauten zusammen. In den Brücken und den insgesamt fast drei Kilometer langen neuen Lärmschutzwänden wurden 19.400 Kubikmeter Beton verbaut.

Allein die Einrichtung der Verkehrsführung während der Bauzeit an den verschiedenen Punkten im Autobahnkreuz Aachen hat laut Autobahn GmbH etwa 6,5 Millionen Euro gekostet. Komplette Sperrungen gab es entlang der Hauptachsen nur punktuell, etwa wenn die darüber verlaufenden Brücken abgerissen wurden. Alle übrigen Bauarbeiten wurden während des laufenden Verkehrs erledigt.

Über 120 provisorische Straßen wurden gebaut, um auf den Hauptachsen immer zwei Fahrspuren zu haben. Diese Provisorien schlagen mit etwa sieben Millionen Euro zu Buche.

Bei den Straßenbauarbeiten und dem Bau der über zwei Kilometer Lärmschutzwälle wurden 760.000 Kubikmeter Erde bewegt, rund 300.000 Tonnen Schotter eingebaut und 335.000 Quadratmeter Asphalt aufgetragen. Fast 16 Kilometer Abwasserkanäle wurden am Rand verlegt. 35 Kilometer Leitplanken aufgestellt.

Und eines können Autofahrerinnen und Autofahrer, die durchs Autobahnkreuz fahren, selbst zählen: Die Zahl der Schilderbrücken und -arme, die gebaut wurden, damit alle in dem Gewirr von bis zu 17 Fahrspuren ans Ziel kommen. Es sind genau 31.

(cs)