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Tipps zur Nebelschlussleuchte: Darum ist es im Herbst und Winter morgens nebelig

Tipps zur Nebelschlussleuchte : Darum ist es im Herbst und Winter morgens nebelig

Warum es im Herbst und Winter morgens nebelig ist und wann Sie die Nebelschlussleuchte anschalten dürfen.

In den kalten Monaten ist Nebel morgens ein ständiger Begleiter der Autofahrer. Aber warum entsteht er überhaupt? Nebel ist nichts anderes als eine Wolke an der Erdoberfläche. Er bildet sich durch Kondensation von Wasser, das in der Luft zunächst als unsichtbarer Wasserdampf enthalten ist. Kondensation beschreibt den Übergang aus dem gasförmigen in den flüssigen Zustand. Das heißt: Nebel entsteht, wenn Wasserdampf in der Luft zu Tröpfchen kondensiert. Wann das passiert, hängt vom Taupunkt und von der relativen Luftfeuchte ab.

Die relative Luftfeuchte zeigt an, wie viel Wasserdampf Luft aufnehmen kann, bis sie gesättigt ist. Kalte Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen als warme Luft – daher kommt es in Sommermonaten häufig zu schwüler und sehr feuchter Luft. Der Zeitpunkt, wann die Luft keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann, wird durch den Taupunkt festgelegt. Ist dieser erreicht, kommt es zur Nebelbildung. Dann kondensiert der Dampf zu Tröpfchen.

Je weniger Wasserdampf eine Luftmasse enthält, desto tiefer liegt ihr Taupunkt. Bei geringen Temperaturen kommt es demnach schneller zur Kondensation als bei höheren Temperaturen.

Nebel ist allerdings kein reines Herbst- oder Winter-Phänomen. Er tritt in diesen Monaten nur gehäuft auf, da die Nächte länger als die Tage sind und die Luft länger abkühlen kann, da zum Beispiel der Boden ohne Sonnenlicht schneller an Wärme verliert und die bodennahe Luft abkühlt. Dieser Abkühlungseffekt kann auch durch Wind entstehen, der warme Luft an eine kalte Oberfläche bringt. Auch in der Nähe von Flüssen oder Seen kommt es häufiger zu Nebelschwaden, wenn Wasser in die kalte Umgebungsluft hinein verdunstet.

Um bei dichtem Nebel oder auch bei Starkregen sich und andere zu schützen, können Sie am Auto die Nebelschlussleuchte anschalten. Doch einige Autofahrer sind schon bei wenig Nebel so verunsichert, dass sie das grelle rote Licht zu früh einschalten. Dabei ist sie so hell, dass sie andere Autofahrer auch blenden kann. Anschalten darf man sie laut ADAC nur, wenn die Sichtweite durch Nebel weniger als 50 Meter beträgt. Dann liegt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 50 km/h.

Um die Distanz von 50 Metern einzuschätzen, helfen als Orientierung Leitpfosten am Straßenrand, die entlang von Landstraßen und Autobahnen in diesem Abstand zueinander aufgestellt sind. Verwendet man die Nebelschlussleuchte falsch, kann ein Verwarnungsgeld von mindestens 20 Euro fällig werden.

(nick)