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Coronavirus: SPD fordert mehr Unterstützung für Schausteller

In der Corona-Krise : SPD fordert mehr Unterstützung für Schausteller und Veranstalter

Schausteller, Markthändler und Veranstalter müssten aus Sicht der SPD-Opposition in der Corona-Krise mehr Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten.

Die von der Bundesregierung verabschiedete Überbrückungshilfe enthalte Regelungslücken, kritisierte die SPD in einem Antrag an den Düsseldorfer Landtag. Diese müssten durch ein Landesprogramm geschlossen werden. Der Vorstoß wird am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag beraten.

Derzeit können Schausteller, je nach Betriebsgröße, eine Soforthilfe des Bundes zwischen 9000 und 15.000 Euro für insgesamt drei Monate beantragen. Das Land NRW stockt das Programm um weitere 1000 Euro für den persönlichen Lebensunterhalt auf. Für kleine Betriebe könne das ausreichen, für mittlere und größere aber nicht, sagte Albert Ritter, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schaustellerverbände in NRW, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Beide Programme laufen Ende August aus. Die Branche könne einmal verlorene Umsätze nicht aufholen, unterstreicht die SPD in ihrem Antrag.

Angesichts der fortwährenden Coronavirus-Ansteckungsgefahr im bevölkerungsreichsten Bundesland wird derzeit bereits spekuliert, ob zum Jahresende die Weihnachtsmärkte öffnen dürfen. Ritter fordert, dass die Unterstützung mindestens bis zum Saisonbeginn der Schausteller, Ostern 2021, greifen sollte, da in der Branche bis dahin vermutlich kaum gearbeitet werden könne.

Hilfsgelder sollten zudem unbürokratischer und flächendeckender fließen, forderte der Verbandschef. „Wir wollen raus und aufmachen, und eine Perspektive – es kann nicht sein, dass wir Woche für Woche vertröstet werden“, kritisierte Ritter. „Wir können die Hygieneschutzmaßnahmen leisten“. Ohne die Hilfen würde es nie mehr Kirmessen geben.

(dpa)