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Trotz rückläufiger Testungen: Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen bleibt auf hohem Niveau

Trotz rückläufiger Testungen : Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen bleibt auf hohem Niveau

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Sieben-Tage-Inzidenz für Nordrhein-Westfalen am Dienstagmorgen mit 745,9 angegeben. Damit bleibt diese weiterhin sehr hoch – obwohl bei weitem nicht alle Erkrankten PCR-Tests machen lassen.

Am vergangenen Freitag hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche etwas höher bei 773,0 gelegen und vor einer Woche bei 774,0.

Für NRW meldete das RKI am Dienstag 33.838 neue Covid-19-Fälle. Weitere 26 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona kamen hinzu. Die höchsten Inzidenzen in NRW wurden weiterhin aus dem Kreis Coesfeld (1644,7) und aus dem Kreis Borken (1068,6) gemeldet, die niedrigste im Rhein-Sieg-Kreis (336,8).

Das RKI hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 687,7 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.16 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 650,7 gelegen (Vorwoche: 635,8; Vormonat: 257,6). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 147.489 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 142.329) und 102 Todesfälle (Vorwoche: 113) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 28.542.484 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

(dpa)