Bundesweit treten Frauen im Rahmen von Maria 2.0 in den Kirchenstreik

Maria 2.0 : Bundesweit treten Frauen in den Kirchenstreik

Die in Münster entstandene Bewegung für mehr Frauenrechte in der katholischen Kirche startet am Samstag bundesweit einen einwöchigen Kirchenstreik. Unter dem Motto Maria 2.0 wollen die gläubigen Frauen, die vielfach ehrenamtlich tätig sind, damit gegen Machtstrukturen in der Kirche und die von ihnen kritisierte Vertuschung von sexuellem Missbrauch durch Amtsträger protestieren.

In einer Online-Petition an Papst Franziskus fordern die Frauen Zugang zu allen Ämtern der Kirche und die Aufhebung der Pflicht zur Ehelosigkeit für katholische Priester (Zölibat).

Die Frauen betreten in dieser Zeit keine Kirchen, üben ihre ehrenamtlichen Ämter nicht aus und feiern Gottesdienste ohne Priester bewusst im Freien. Entstanden ist die bundesweite Bewegung in der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Münster. Eine der Initiatorinnen ist Andrea Voß-Frick. „Wir wissen nicht, ob es bundesweit 100 oder 1000 Frauengruppen sind, die sich angeschlossen haben. Aber wir haben Rückmeldungen aus den Bistümern in Hamburg, Berlin, Rottenburg und auch aus Wien in Österreich“, sagte Voß-Frick vor dem Streik in Münster der Deutschen Presse-Agentur.

Die großen katholischen Frauenverbände KDFB (Katholischer Deutscher Frauenbund) und kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) bezeichneten den Kirchenstreik im Vorfeld als wichtiges Signal und appellierten an die Deutsche Bischofskonferenz, das nicht länger zu ignorieren.

(dpa)