Düsseldorf: BUND fordert Kompromissbereitschaft von Land und RWE

Düsseldorf : BUND fordert Kompromissbereitschaft von Land und RWE

Im Rechtsstreit um den Braunkohletagebau Hambach fordern Umweltschützer Kompromissbereitschaft vom Land NRW und dem Energiekonzern RWE. Beide müssten einen Beitrag zum Rechtsfrieden in der Region leisten, verlangte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND/NRW) am Mittwoch.

Das beklagte Land und das beigeladene Unternehmen RWE hatten einen Vergleichsvorschlag des Verwaltungsgerichts Köln abgelehnt, bei dem der Hambacher Wald von Abholzungen ausgespart würde, der Kohleabbau aber weiterlaufen könnte.

Mit der kategorischen Ablehnung des Vergleichs ohne nähere Prüfung, werde leichtfertig der Rechtsfrieden gefährdet, kritisierte der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Thomas Krämerkämper. Nach dem jetzigen Stand könne RWE die Kohleförderung noch auf Jahre fortsetzen, ohne den Rest des Hambacher Waldes anzugreifen.

Der Vergleich würde gegen den Braunkohleplan verstoßen, hatte das Land seine Ablehnung begründet. RWE hielt diesen Vorschlag für technisch nicht machbar. Über die Klage der Umweltschützer gegen zwei Betriebspläne wollen die Richter am Freitag entscheiden.

(dpa)