Ahaus/Gorleben: Bund betreibt Ahaus: Zuständigkeit für Atommülllager ist gewechselt

Ahaus/Gorleben: Bund betreibt Ahaus: Zuständigkeit für Atommülllager ist gewechselt

Die Atomwirtschaft hat die Verantwortung für die zentralen Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus und im niedersächsischen Gorleben an den Bund abgegeben. Neuer Betreiber der Anlagen ist seit Dienstag die zu diesem Zweck gegründete Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), wie die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) mitteilte.

Die GNS ist eine Tochter der AKW-Betreiber. Sie war bislang für die Zwischenlager zuständig und wickelte auch die Transporte mit hoch radioaktivem Atommüll dorthin ab. Zur Bundesgesellschaft gehört nun außerdem der bisherige GNS-Standort in Essen. Von dort werden die Zwischenlager in Gorleben und Ahaus sowie die in Zukunft ebenfalls an den Bund übergehenden Zwischenlager an den AKW-Standorten organisatorisch geleitet. Die insgesamt etwa 150 Mitarbeiter an den drei Standorten gehören nun ebenfalls zur BGZ. Der Betreiberwechsel war im Zuge der Neuordnung der Verantwortlichkeiten bei der Atommüllentsorgung vereinbart worden.

In das Zwischenlager Ahaus in Westfalen wurden unter anderem Brennelemente aus einem Forschungsreaktor bei Dresden sowie aus einem stillgelegten Hochtemperaturreaktor in Hamm gebracht. Auch ein Transport der in Jülich lagernden Castorbehälter mit rund 300.000 Brennelement-Kugeln aus dem ehemaligen AVR-Versuchsreaktor nach Ahaus steht zur Debatte. Dagegen gibt es aber Widerstand von Atomkraftgegnern und Bürgern in Ahaus.

(epd/chr)
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