Heinsberg/Düsseldorf: Bürgerversammlung in Randerath

Heinsberg/Düsseldorf: Bürgerversammlung in Randerath

NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) hat vor einer „Hetzjagd” auf den aus der Haft entlassenen Sexualstraftäter in Heinsberg gewarnt.

Dorfbewohner hatten an den vergangenen Tagen vor dem Haus demonstriert, in dem sich der frühere Häftling aufhält. Wolf verteidigte am Freitag das Vorgehen des Landrats, der die Bevölkerung über den Fall öffentlich informiert hatte.

In einem Flugblatt rief Randeraths Ortsvorsteher Heinz Franken die Bevölkerung zur Ruhe und Besonnenheit auf: „Wir müssen (...) das geltende Recht akzeptieren und können uns selber nicht ins Unrecht setzen, indem wir wie im Mittelalter unter Gewaltandrohung Menschen aus dem Dorf jagen”, schrieb er in dem Blatt, das in jeden Haushalt ging. Die Bewohner würden sonst zu Tätern.

Franken rief dazu auf, „von weiteren Aktionen am Wohnhaus der Person Abstand zu nehmen”. Für Mittwoch hat Franken eine Bürgerversammlung in der Turnhalle des Ortes einberufen, um über die Situation zu sprechen. Beginn ist um 19 Uhr.