Greenpeace-Chef bekräftigt: Rodungsstopp ist „Rückenwind für Kohlekommission“

Greenpeace-Chef bekräftigt : Rodungsstopp ist „Rückenwind für Kohlekommission“

Der Rodungsstopp für den Hambacher Forst ist nach Einschätzung von Greenpeace-Chef Martin Kaiser „Rückenwind für die Arbeit in der Kohlekommission“.

Es müsse jetzt ein konsequenter „Einstieg in den Ausstieg“ aus der Kohle beschlossen werden, sagte der Geschäftsführer der Umweltschutzorganisation, der selbst Mitglied der Kohlekommission ist, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur bei einer Demonstration am Hambacher Forst.

„Wir haben in den letzten Wochen und Monaten einen friedlichen und bürgerlichen Protest gesehen, der immer, immer größer wurde“, sagte Kaiser. Dies habe einerseits an den Provokationen des Energiekonzerns RWE gelegen, der seine Rodungspläne stur weiterverfolgt habe, aber auch am Verhalten der Politik. Die NRW-Landesregierung habe den Konflikt „eigentlich noch geschürt, anstatt ihn zu moderieren und eine tragfähige Lösung zu finden“. Eben das habe den Widerstand immer weiter zunehmen lassen, sagte Kaiser.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte am Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst verfügt. Am Samstag wollen am Rande des Waldes Tausende für dessen Erhaltung und den Kohleausstieg demonstrieren.

(dpa)
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