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Kleinere Barrikaden weggeräumt: Polizei erneut im Hambacher Forst im Einsatz

Kleinere Barrikaden weggeräumt : Polizei erneut im Hambacher Forst im Einsatz

Einen Tag nach einem größeren Polizeieinsatz im Hambacher Forst sind am Mittwoch abermals Beamte in dem Wald aktiv geworden. Unbekannte hatten auf der alte Reifen angezündet und Nagelbretter ausgelegt.

„Von Waldbesetzern in der Nacht errichtete kleinere Barrikaden auf den Einsatzwegen wurden im Laufe des Morgens weggeräumt“, teilte die Behörde mit. Zudem hätten Unbekannte auf der alten Trasse der A4 Reifen angezündet und Nagelbretter ausgelegt. „Die Beamten entfernten die Bretter, das Feuer wurde gelöscht.“ Wie die Polizei außerdem berichtet, hatten Unbekannte Löcher und Gräben im Gebiet ausgehoben. RWE-Mitarbeiter füllten diese wieder.

Am Tag zuvor hatte die Polizei größere Holzkonstruktionen auf den Wegen in dem Wald entfernt. Die Wege müssten frei gehalten werden, da dieser sonst für Streifen- oder auch Rettungswagen nicht mehr passierbar sei, hieß es zur Begründung. Die Polizeiaktion wurde von Kohle-Gegnern als Provokation kritisiert. Der Hambacher Forst gilt als Symbol des Kampfes zwischen Klimaschützern und Kohlebranche. Im Wald leben Aktivisten.

Die am Dienstag in Gewahrsam genommenen Frauen wurden nach Angaben der Polizei am Mittwoch wieder entlassen. Beide hätten bei ihrem Transport zur Wache ein Polizei-Fahrzeug mit Fäkalien beschmiert. Zudem seien später Zellentüren mutwillig beschädigt worden. Bei einer der Festgenommenen konnte die Identität geklärt werden: Es handelt sich um eine polizeilich bereits bekannte 24-Jährige. Sie muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung verantworten.

Barrikaden von Rettungswegen geräumt

Die Polizei wird auch weiter im Hambacher Forst präsent sein, kündigte die Behörde an.

(dpa)