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Trotz Corona: Mahnwache gegen Steinkohlekraftwerk Datteln 4

Trotz Corona : Mahnwache gegen Steinkohlekraftwerk Datteln 4

Die Corona-Krise macht große Kundgebungen unmöglich - aber Umweltschützer wollen im Protest gegen Datteln 4 nicht locker lassen. Am Donnerstag kamen sie zu einer kleinen Mahnwache an das Kohlekraftwerk - mit Plakaten und Mundschutz.

Mit einer Mahnwache hat der Umweltverband BUND am Donnerstag gegen die geplante Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 protestiert. Die Stadt hatte die Aktion unter der Vorgabe genehmigt, dass nicht mehr als 20 Teilnehmer zu der Aktion am Kraftwerksgelände kommen. Alle Auflagen seien eingehalten worden, sagte ein Sprecher der Polizei Recklinghausen. Die Teilnehmer trugen Nase-Mund-Masken und Schilder mit Aufschriften wie „Abschalten“ oder „Zukunft statt Kohle“.

Das Kraftwerk läuft momentan im Probetrieb. Der Energiekonzern Uniper will die Anlage im Sommer endgültig in Betrieb nehmen. Umweltschützer sehen darin eine schwere Bürde für die Energiewende in Deutschland. Die Inbetriebnahme wäre ein „klimapolitischer Offenbarungseid“, hatte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt gesagt. In Düsseldorf demonstrierten Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion mit einer Mahnwache vor der Uniper-Zentrale gegen das Kraftwerk.

Anlass für die Proteste war die Hauptversammlung des finnischen Uniper-Mehrheitseigners Fortum. Unterstützung bekamen die deutschen Kohlegegner unterdessen von der finnischen Umweltministerin Krista Mikkonen. Sie rief Fortum im Kurznachrichtendienst Twitter dazu auf, nach einer Lösung zu suchen, damit Uniper das Kraftwerk nicht anschaltet. Dem finnischen Staat gehört die Mehrheit der Fortum-Aktien.

(dpa)