Hambacher Forst: Angriffe auf RWE-Mitarbeiter und Hausbesetzung

Einsätze rund um den Hambacher Forst : Angriffe auf RWE-Mitarbeiter und Hausbesetzung

Vermummte Unbekannte haben am späten Mittwochabend zum wiederholten Mal einen RWE-Stützpunkt am Hambacher Forst angegriffen. In Morschenich ging die Polizei am Donnerstag gegen Hausbesetzer vor.

Der Angriff auf die RWE-Mitarbeiter ergeignete sich laut Polizei gegen 23.15 Uhr am Mittwoch an der ehemaligen Landesstraße 276. Rund zehn vermummte Personen hätten die Angestellten mit Steinen und Molotowcocktails beworfen. Ein Stein habe einen Helm tragenden Mitarbeiter am Kopf getroffen, er erlitt glücklicherweise – wie seine Kollegen – keine Verletzungen.

Des Weiteren hätten drei brennende Molotowcoktails nach dem Aufschlagen auf dem Boden gelöscht werden können, so die Polizei. Es sei kein Sachschaden entstanden.

Die Einsatzkommission Hambach ermittelt nun wegen Landfriedensbruch und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Tatverdächtige hätten bislang nicht ermittelt werden können.

Erst vor elf Tagen hatten Unbekannte Mitarbeiter an dem Stützpunkt mit Steinen angegriffen.

Hausbesetzung in Morschenich

Am Donnerstag waren die Beamten in Morschenich im Einsatz. In der Oberstraße besetzten seit Mittwochnachmittag mehrere Personen widerrechtlich ein leerstehendes Haus. RWE – Eigentümer des Gebäudes – hat nach Polizeiangaben Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt. Den Aufforderungen der Beamten, das Haus freiwillig zu verlassen, seien die Besetzer nicht nachgekommen. Am Donnerstagnachmittag begann dann die Räumung, die sich bis in den späten Abend zog.

Die Besetzer hatten das Innere des Hauses verbarrikadiert. Als die Polizisten in das Gebäude gelangten, seien sie auf zwei Menschen getroffen, die mit ihren Armen in sogenannten Lock-Ons steckten. Sieben weitere Besetzer habe die Polizei nur mit Hilfe eines Hubwagens vom Dach hinunter bekommen können. Gegen 23.10 Uhr war der Einsatz abgeschlossen.

Insgesamt wurden 15 Personen in dem Haus angetroffen. Bei drei Tatverdächtigen konnten die Personalien noch vor Ort zweifelsfrei festgestellt werden, sie wurden anschließend mit einem Platzverweis entlassen. Die zwölf übrigen Personen wurden zur Feststellung ihrer Identität in Gewahrsam genommen und zur Wache gebracht. Nach Durchführung der erkennungsdienstlichen Maßnahmen wurden alle Personen entlassen.

Entsprechende Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Widerstand wurden eingeleitet.

(red/pol)
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