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Trotz Kohle-Einigung: BUND hält an Klage zu Hambacher Forst fest

Trotz Kohle-Einigung : BUND hält an Klage zu Hambacher Forst fest

Der BUND hält den Hambacher Forst noch immer nicht für sicher - trotz der Kohle-Einigung. Um eine drohende Lage des Waldes als Halbinsel zu verhindern, setzen die Umweltschützer weiter auf ihre Klage gegen Enteignung.

Auch nach der Kohle-Einigung zwischen Bund, Ländern und Energieunternehmen hält der Umweltverband BUND an einer Klage zum Schutz des Hambacher Forsts fest. Mit ihrer Klage wenden sich die Umweltschützer gegen die Enteignung ihres Grundstücks am Tagebau Hambach. Das Grundstück könnte eine drohende Insellage des Waldes verhindern, sagte NRW-Geschäftsleiter Dirk Jansen. Falls RWE tatsächlich um den Wald herumbaggern und in eine Halbinsel-Lage bringen werde, sei das Sperrgrundstück wichtiger denn je. „Der Wald ist noch nicht sicher“, sagte Jansen.

Die 500 Quadratmeter große Ackerfläche des BUND sollte 2020 für den Tagebau Hambach abgebaggert werden. Nachdem das Verwaltungsgericht Köln die Klage des Umweltverbands gegen eine Enteignung abgewiesen hatte, muss das OVG Münster über den Antrag auf Zulassung der Berufung entscheiden.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hatte zuvor gesagt, RWE gehe davon aus, dass die Dörfer Morschenich und Manheim weiterhin abgebaggert würden. „Wir müssen ja jetzt durch die Umplanung des gesamten Tagebaus Erdmassen von hinter dem Wald nutzen, um die entsprechende Rekultivierung und die entsprechenden Böschungen herstellen zu können.“

BUND-Gechäftsleiter Jansen sagte, schon beim vergangenen Hitzesommer sei der Wald am Saum des Tagebaus durch höhere Temperaturen, stärkere Sonneneinstrahlung und Wind massiv belastet worden. „Wenn das demnächst von drei Seiten auf den Wald zukommt, dann wird der natürlich großflächig weiter gestresst“, warnte Jansen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels müsse die Situation für den Wald verbessert werden. Den Wald als Insel stehenzulassen, funktioniere auch ökologisch nicht. Es gebe keine Korridore für Tiere.

(dpa)