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Forderungen nach Hambi-Kauf: Agrarministerin reagiert zurückhaltend

Forderungen nach Hambi-Kauf : Agrarministerin reagiert zurückhaltend

Auf die Forderungen nach einem Kauf des Hambacher Forstes durch das Land Nordrhein-Westfalen hat Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) zurückhaltend reagiert.

„Also, dass der Hambacher Forst – wie auch immer – entweder von dem Landesbetrieb oder einer Naturschutz-Stiftung begleitet wird, ist sicherlich etwas Sinnvolles“, sagte sie am Freitag in Düsseldorf. „Aber ich glaube, da werden die Entscheidungen zwar dann nicht direkt, aber in näherer Zukunft auch getroffen“, ergänzte sie.

Bei den Beratungen über den Landeshaushalt 2020 will die Fraktion der Grünen im Landtag den Kauf des Hambacher Forstes beantragen, der dem Energiekonzern RWE gehört. Sie veranschlagt dafür 6,5 Millionen Euro, wie sie in dieser Woche mitgeteilt hatte.

Zuvor hatte auch die Umweltorganisation BUND von der Landesregierung gefordert, Hambi zurückzukaufen. Auch solle das Gebiet am Rande des Braunkohletagebaus Hambach mit anderen Waldbereichen in der Nähe vernetzt werden.

Als Hambi war das Waldstück zum Symbol der Protestbewegung gegen Abbau und Verstromung von Braunkohle geworden. Der Hambacher Forst gehört bereits seit den 1970er Jahren dem Stromerzeuger RWE.

Der Betrieb des Tagebaus Hambach soll 2029, die Kohleverstromung insgesamt 2038 enden. Fest steht, dass der seit Jahren umkämpfte Hambacher Wald erhalten bleiben soll. Die endgültige Fassung der Leitentscheidung des Landes zur Entwicklung der Braunkohletagebaue im Rheinischen Revier soll im Frühjahr 2021 beschlossen werden.

(dpa)