Bonn: Bonn überprüft Behördenarbeit nach tödlichem Familiendrama

Bonn: Bonn überprüft Behördenarbeit nach tödlichem Familiendrama

Die Stadt Bonn soll schon vor dem tödlichen Familiendrama im Stadtteil Kessenich von der Gefährlichkeit des späteren Täters gewusst haben. Wie der WDR am Mittwoch berichtete, soll die 13-jährige Tochter in der Schule erzählt haben, dass ihr Vater gewalttätig sei und eine Waffe besitze.

Aus diesem Grund hätten besorgte Eltern von Mitschülern die Stadt eingeschaltet. Nach Angaben der Stadtverwaltung standen Sozialarbeiter des Jugendamtes seit einigen Wochen mit der Familie in Kontakt. Die zuständigen Stellen sollen nun einen detaillierten Bericht vorlegen, in dem alle Abläufe, Informationen, Bewertungen und Kontakte in diesem Fall aufgeführt werden. Über die Ergebnisse dieser Untersuchung will die Stadt Bonn am Donnerstag die Öffentlichkeit informieren.

Am 20. Oktober hatte ein 32-jähriger Mann in Bonn seine gleichaltrige Ehefrau und dann sich selbst erschossen. Zudem wurde die 54 Jahre alte Tante der Frau durch Schüsse verletzt. Die Ehefrau hatte sich wegen wiederholter häuslicher Gewalt von ihrem Mann getrennt. Das Paar hinterlässt zwei Kinder im Alter von 6 und 13 Jahren.

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