Aachen: Bombenfund: 4000 Aachener aus den Häusern geholt

Aachen: Bombenfund: 4000 Aachener aus den Häusern geholt

Um 20.07 Uhr kam die erlösende Nachricht: „Bombe entschärft!” Da hatte der Aachener Stadtteil Burtscheid neun bange Stunden hinter sich. Gegen 11 Uhr war ein Bagger in einem Hinterhof auf das mit 300 Kilo Sprengstoff gefüllte Weltkriegsrelikt gestoßen.

Die Folge war eine der größten Evakuierungsaktionen der Aachener Nachkriegsgeschichte. 4000 Menschen mussten im Zuge des Großeinsatzes ihre Häuser verlassen, eine Zone von 300 Metern Durchmesser wurde geräumt, in einem Umkreis von 500 Metern wurden alle Straßen gesperrt - was lange Staus nach sich zog.

Im Hauptbahnhof durfte kein Zug mehr halten, während der Bombenentschärfung wurde der Zugverkehr eingestellt.
ArtikelInsgesamt rund 400 Helfer eilten ins Einsatzgebiet - darunter alle Feuerwehrleute der Stadt, eine große Zahl an Einsatzkräften der Polizei und der Bundespolizei, etliche Hilfsorganisationen sowie Helfer aus der Städteregion und dem Kreis Heinsberg. Etwa 400 Betroffene wurden mit Bussen ins Veranstaltungszentrum Eurogress transportiert, wo eine Sammelstelle eingerichtet worden war.

Die Evakuierungszone schloss auch Teile des dortigen Kurgebiets ein. Aus einer Kurklinik wurden zum Beispiel 200 Patienten verlegt - zum Teil in Krankenhäuser.

Nachdem die Bombe unschädlich gemacht worden war, dauerte der Einsatz noch bis in die späten Abendstunden, weil die Menschen wieder in ihre Wohngebiete gebracht werden mussten.Lokales