Aachen: Bombardier: Kritik und Solidarität

Aachen: Bombardier: Kritik und Solidarität

Der Beschluss, das Aachener Werk zu schließen, ist vom Weltkonzern Bombardier nicht zurückgenommen worden. Dies hatten die Arbeitnehmervertreter in der Sitzung am Donnerstag als positives Zeichen für Belegschaft und Öffentlichkeit beantragt.

Leitende Firmenvertreter erklärten jedoch, dazu keine Befugnis zu haben. Immerhin soll ein Runder Tisch eingerichtet werden, in dem man alle Möglichkeiten, die 600 Arbeitsplätz zu erhalten, ausgelotet werden. Dies verbucht der Betriebsrat als großen Erfolg. Besonders geht es um Nachfolgeaufträge für die Mitte 2013 auslaufen Schienenfahrzeug-Bestellungen.

Die Solidaritätswelle aus der gesamten Region hält unterdessen unvermindert an. Rund 4000 Bürger haben sich mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des Werks ausgesprochen.

Alemannia Aachen hat die gesamte Belegschaft zu einem Besuch des nächsten Heimspiels eingeladen. In der offenen Betriebsversammlung wurde von mehreren Rednern, unter ihnen Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der menschenunwürdige Umgang der Konzernspitze mit den Aachener Mitarbeitern gerügt.