Die Sternsinger kommen: Blick auf behinderte Kinder

Die Sternsinger kommen : Blick auf behinderte Kinder

Kleine Könige schwärmen in den nächsten Tagen aus. In NRW gehen Tausende von ihnen von Tür zu Tür, schenken Segen und bitten um Spenden. Das Augenmerk lenken sie in diesem Jahr auf behinderte Kinder.

Sie setzen sich ein für Kinder in Not: Auch in Nordrhein-Westfalen ziehen die Sternsinger in den kommenden Tagen als Heilige Drei Könige verkleidet von Tür zu Tür, bringen Segen und sammeln Spenden für Kinder weltweit. Bei der Aktion machen die Sternsinger diesmal auf die Situation behinderter Kinder in Armut aufmerksam. „Vielfach werden diese Mädchen und Jungen kaum oder gar nicht medizinisch, sozial und psychologisch gefördert“, stellte der Präsident des Kindermissionswerks Klaus Krämer fest. Das Dreikönigssingen findet zum 61. Mal statt.

Am Tag der bundesweiten Eröffnung der Sternsingeraktion am 28. Dezember in Altötting senden auch das Erzbistum Köln und das Bistum Aachen ihre Sternsinger aus. Bundesweit werden nach Angaben des Kindermissionswerks 300 000 kleine Könige unterwegs sein. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will nach Angaben des Kindermissionswerks eine Delegation der Sternsinger aus den fünf NRW-Diözesen Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn am 4. Januar in der Staatskanzlei empfangen.

Das Sternsingen oder Dreikönigssingen zählt zu den ältesten katholischen Bräuchen. Es wurde 2015 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Nach Angaben des Kindermissionswerks ist es die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit.

Bei der vergangenen Aktion haben sich die Kinder mit einem neuen Sammel-Rekord von rund 48,8 Millionen Euro wieder einmal selbst übertroffen. Für den Präsidenten des Kindermissionswerks Krämer hängt diese Spendenbereitschaft zum einen mit der Wertschätzung des sozialen Engagements von Kindern zusammen.

Außerdem würden ja nicht nur Projekte für katholische Kinder mit den Spenden gefördert. „Wir fördern weltweit Projekte, die Familien und Kinder aus ganz unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften unterstützen“, sagte Krämer. Darüber hinaus könnten auch Kinder anderer Konfessionen und Religionen an der Aktion teilnehmen, was auch immer häufiger geschehe.

(dpa)
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