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Bistum Aachen: Papst nimmt Rücktrittsgesuch von Weihbischof Bündgens an

Bistum Aachen : Papst nimmt Rücktrittsgesuch von Weihbischof Bündgens an

Die Apostolische Nuntiatur verkündet Vollzug: Papst Franziskus nimmt das Rücktrittsgesuch des wegen Veruntreuung verurteilten Weihbischofs an.

Papst Franziskus hat den Rücktritt von Weihbischof Johannes Bündgens angenommen. Dies teilte der Heilige Stuhl am Dienstagmittag über die Apostolische Nuntiatur mit. Sein Rücktrittsgesuch hatte der 66-Jährige im Oktober eingereicht, nachdem gegen ihn ein Strafbefehl rechtskräftig wurde.

Bündgens hatte am 30. September den Strafbefehl des Amtsgerichts Kerpen akzeptiert und gilt nun als rechtskräftig zu einer Haftstrafe von neun Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Amtsgericht sieht es als erwiesen an, dass Bündgens zwischen Ende 2017 und Anfang 2018 fast 128.000 Euro von einer Bekannten ohne nachvollziehbaren Grund auf sein eigenes Konto überwiesen und damit veruntreut hatte.

Zwar hatte Bündgens eine Vollmacht für mindestens eines ihrer Konten, doch hätte der Weihbischof erkennen müssen, stellte das Gericht fest, dass seine Bekannte dement und damit nicht geschäftsfähig war. Das Geld hatte Bündgens schon während des Ermittlungsverfahrens in voller Höhe zurückgezahlt.

„Es ist für alle Seiten gut, dass der Papst eine zügige Entscheidung getroffen hat“, sagte Aachens Bischof Helmut Dieser. „Persönlich bedauere ich sehr, dass die vergangenen Jahre zu dieser Entwicklung geführt haben.“

Johannes Bündgens wurde 2006 zum Weihbischof geweiht. Die Ernennung eines Bischofs erfolgt durch den Papst, der auch über ein Rücktrittsgesuch entscheidet.

(red)