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Nach Fronleichnams-Prozession: Kardinal Woelki in Corona-Quarantäne

Nach Fronleichnams-Prozession : Kardinal Woelki in Corona-Quarantäne

Nach der Fronleichnamsprozession am Kölner Dom gibt das Bistum Köln bekannt, dass sich Kardinal Woelki mit Corona angesteckt hat. Wann er sich wieder aus seiner häuslichen Quarantäne heraus darf, ist bislang unklar.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, welcher zuletzt nach der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Bistum wieder seine Arbeit aufnommen hatte, hat sich nun mit dem Coronavirus infiziert. Das gab das Erzbistum Köln bekannt. Am Sonntag sei er positiv getestet worden, woraufhin der 65-Jährige sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben habe. Der nach eigenen Angaben „gesundheitlich angeschlagene“ Kardinal sagte für diese Woche bereits alle Termine ab. Ein Bistumssprecher hielt es für möglich, Woelki habe sich vergangenen Donnerstag an der Fronleichnamsprozession angesteckt. Da auch Weihbischof Rolf Steinhäuser nach der Prozession positiv getestet wurde, erschließe sich ein Zusammenhang mit diesem Ereignis. Natürlich, räumte der Bistumssprecher ein, handele es sich hierbei nur um reine Spekulation.

Nach zwei Jahren ohne größere Versammlungen freute sich Woelki auf etwa 500 Gläubige, die bei der Fronleichnamsmesse vor dem Kölner Dom erschienen waren. Später zogen sie durch die Kölner Innenstadt.

Woelki stand stark in der Kritik aufgrund der mangelnden Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Kölner Bistum. Wann der Kardinal wieder in Messen zu sehen sein wird, ist bislang nicht bekannt.

(dpa)