Aachen: Bistum Aachen: Sieben Geistliche wegen Missbrauchs verurteilt

Aachen: Bistum Aachen: Sieben Geistliche wegen Missbrauchs verurteilt

Das Bistum Aachen hat die Fälle dokumentiert, in denen Geistliche wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt wurden.

Danach gab es in der Zeit von 1953 bis 2000 sieben Fälle mit strafrechtlicher Verurteilung, wie die Diözese am Donnerstag bekanntgab.

In einem weiteren Fall sei ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren mit der Auflage einer Zahlung von 2000 Euro durch den Beschuldigten eingestellt worden.

Fünf der verurteilten Priester waren nach den Angaben nach Verbüßung ihrer Strafe unter strengen Auflagen wieder im kirchlichen Dienst tätig, zwei davon als Pfarrer. Von den Fünfen seien drei inzwischen verstorben.

Nach den aktuell geltenden diözesanen Bestimmungen würden sie heute keinen neuen kirchlichen Auftrag erhalten, machte das Bistum deutlich.

Die derzeit eingehenden Meldungen und Hinweise auf Verdacht sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche beträfen überwiegend den Zeitraum von 1950 bis 1990, hieß es. Sie würden vom Bischöflichen Beauftragten, Hans-Willi Winden, bearbeitet.

Voraussichtlich könne das Bistum Mitte April dazu eine Übersicht vorlegen. Bischof Heinrich Mussinghoff habe eine schonungslose Aufklärung von begangenen Missbrauchstaten in der Diözese Aachen zugesichert.

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