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Aachen: Bistum Aachen glänzt im Internet

Aachen : Bistum Aachen glänzt im Internet

Dass die Internet-Seite des Bistums Aachen nicht das Gelbe vom Ei war, gesteht Pressesprecher Jobst Rüthers freimütig ein.

„Rudimentär” sei das Angebot gewesen, inhaltlich eher bescheiden. Doch damit ist es seit einigen Tagen vorbei.

Jetzt gehen die Katholiken in die Vollen und machen mit der Web-Seite http://www.kirche-im-bistum-aachen.de gleich einen Quantensprung hin zu einer hochmodernen, überaus vielfältigen und dicht vernetzten Internet-Präsenz.

„Wir haben sehr ausführlich recherchiert, für welche Themen sich die Menschen interessieren”, berichtet Rüthers. Dabei stellte sich heraus, dass das Informationsbedürfnis der Bürger weit über Gottesdienste, Veranstaltungen und Beratungsangebote hinausgeht. „Es betrifft auch ganz grundlegende Glaubensanliegen.”

Aus einer Allensbach-Untersuchung sei hervorgegangen, dass 88 Prozent der Befragten die Kirche als nicht ausreichend kommunikativ empfindet. Rüthers: „Es genügt nicht, wenn der Bischof Stellungnahmen veröffentlicht.” In Zeiten sinkender Kirchenbesucherzahlen komme daher dem weltweiten Datennetz zunehmende Bedeutung zu.

Daraus hat die Bistumsleitung nun die Konsequenzen gezogen. In einem längeren Prozess entwickelte ein Team um Thomas Hohenschue und Josef Heinrichs die neue Plattform für das kirchliche Leben in Aachen, um das beeindruckend facettenreiche kirchliche Leben in der Diözese endlich in seiner ganzen Breite darzustellen, die Möglichkeit zum Austausch etwa durch Foren zu verbessern und aus vielen Insel-Lösungen ein Netzwerk zu kreieren. 100 Ehrenamtliche brachten Ideen und Anregungen ein.

330 redaktionell eigenständige Träger beteiligen sich zurzeit an der neuen Internet-Plattform - angefangen von etwa 100 Pfarren über fast alle Bildungshäuser bis hin zu Verbänden wie CAJ, KAB oder KFD sowie Regionalstellen, Chören, Vereinen und Initiativen. Dazu gibt es Projekt- und Kampagneseiten wie zum Beispiel zum Weltjugendtag.

Jede angeschlossene Web-Seite ist über ein ausgeklügeltes System von Schlagworten in der Regel gleich über mehrere Wege erreichbar. Leitportale erleichtern den Weg zum gesuchten Thema. Das alles, so betont Hohenschue, sei noch ein dynamischer Prozess und gewissermaßen erst der Anfang. „Aber das Kind kann schon laufen und reift.”

Eine Besonderheit sind die aktuellen Nachrichten, die weit mehr als bischöfliche Verlautbarungen sind. Jede integrierte kirchliche Einrichtung oder Initiative hat hier die Möglichkeit, ihre Neuigkeiten eigenständig zu veröffentlichen. Das, so sagen die Verantwortlichen, sei unter Deutschlands Bistümern einmalig.

Mit der Resonanz können alle sehr zufrieden sein. Schon während der inoffiziellen „Baustellenphase” hat sich die Zahl der Besucher auf der neuen Web-Seite seit Anfang dieses Jahres verdreifacht.