Aachen: Bischof Mussinghoff erinnert an seinen Vorgänger Klaus Hemmerle

Aachen: Bischof Mussinghoff erinnert an seinen Vorgänger Klaus Hemmerle

Der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff hat seinen Vorgänger Klaus Hemmerle (1929-1994) in einem Gedenkgottesdienst zum 80. Geburtstag gewürdigt.

Hemmerle habe schon in einem Hirtenwort 1989 zukunftsweisende Fragen gestellt, die bis heute aktuell seien, sagte Mussinghoff am Freitag in einem Gottesdienst im Dom.

Der langjährige Aachener Oberhirte habe ein „tiefgreifendes Umdenken” und den „Mut zu strukturellen Konsequenzen” verlangt. Die Leitfragen des Hirtenwortes von Hemmerle seien auch nach 23 Jahren „gültige, ja noch drängender gewordene Fragen” für die Kirche, unterstrich Mussinghoff in seiner Predigt.

Das Bistum Aachen befindet sich wie fast alle deutschen Diözesen in einem Reformprozess mit Sparmaßnahmen und der Gemeindefusionen. Das Hirtenwort Hemmerles wird in Diskussionen darüber regelmäßig zitiert.

Darin wird auch zu einer Weggemeinschaft zwischen mehreren Gemeinden aufgerufen und von einer „positiven Armut” in der Kirche gesprochen.

„Wie kann jede Gemeinde eine Weggemeinschaft werden, in der viele Dienste sich gegenseitig ergänzen und nicht alles vom Priester oder vom Hauptamtlichen erwartet wird?”, zitierte Bischof Mussinghoff seinen Vorgänger.

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