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Zwölf Jahre danach: BGH entscheidet über Freisprüche nach Kölner Archiv-Einsturz

Zwölf Jahre danach : BGH entscheidet über Freisprüche nach Kölner Archiv-Einsturz

Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs erschüttert bundesweit. Zwei Anwohner sterben bei der Katastrophe im März 2009. Haben die Freisprüche von zwei Bauleitern Bestand? Der Bundesgerichtshof entscheidet.

Mehr als zwölf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs mit zwei Toten verkündet der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch (15 Uhr) seine Entscheidung über die Freisprüche von zwei Bauleitern. Die Männer waren vor rund drei Jahren vom Landgericht Köln vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Aus Sicht der Richter hatten die Männer zwar Sorgfaltspflichten verletzt. Dies sei aber nicht die Ursache für die Katastrophe gewesen.

Gegen das Urteil hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Der BGH verhandelte im Juli dieses Jahres darüber. Die Vertreterin des Generalbundesanwaltes hatte das Kölner Urteil als durchgehend rechtsfehlerhaft bezeichnet, die Verteidigung hingegen als gut begründet. Nun sind die BGH-Richter am Zug.

Bei dem Einsturz am 3. März 2009 waren zwei junge Männer ums Leben gekommen. Es entstanden gewaltige Schäden, unzählige historische Dokumente wurden verschüttet.

Zu dem Unglück kam es im Zusammenhang mit Bauarbeiten für eine U-Bahn-Haltestelle in unmittelbarer Nähe des Archivs. Dabei war die Wand einer Baugrube nicht fachgerecht erstellt worden und große Mengen an Grundwasser drangen ein. Sand, Erde und Wasser strömten in die Grube. Unter den benachbarten Gebäuden entstand ein Hohlraum. Das Archiv und zwei Wohnhäuser stürzten ein.

(dpa)