Bewohnerparken in Aachen, Düren und Heinsberg: Zonen und Gebühren

Parkplatzmangel in Städten : Wo es Bewohnerparkzonen in der Region gibt

In vielen deutschen Städten und Kommunen herrscht Parkplatzmangel für Anwohner, so auch in der Region. Eine Abhilfe soll das Bewohnerparken sein. Aber wo gibt es diese Parkbereiche und welche Gebühren fallen an?

Die Einrichtung von Bewohnerparkzonen in Gebieten mit hohem Parkdruck verbessert die Parksituation für die Bewohner, wie die Stadt Aachen mitteilte. Dort gab es Ende 2018 insgesamt 21 Bewohnerparkzonen mit rund 13.500 Parkplätzen. Aber auch andere Kommunen in der Region haben solche Bereiche eingerichtet.

In Würselen können Anwohner in sechs Bereichen parken, in Düren sind es elf und in Monschau ist eine Zone im Altstadtkern mit 35 Parkplätzen ausgewiesen. Die Gebühren für den Bewohnerparkausweis liegen in der Region zwischen 10 Euro für die Parkzone A in Eschweiler bis zur bisherigen Höchstgrenze von 30,70 Euro in Düren für jeweils ein Jahr. In Nideggen gibt es kein klassisches Bewohnerparken, Anwohner können aber einen Dauerparkausweis beantragen, den auch Handwerker und sonstige Beschäftigte nutzen können. Dieser liegt bei einer Gebühr von 90 Euro und ist in seiner Stückzahl begrenzt. Die meisten Städte liegen mit einer Gebühr von 30 Euro knapp unter der bisherigen Grenze.

Diese Grenze könnte sich aber bald ändern. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will prüfen, inwieweit sie neu gesteckt und von den Kommunen individuell festgesetzt werden könnte. Der Deutsche Städtetag begrüßte die Pläne und hält einen künftigen Rahmen für Bewohnerparkausweise von 20 bis 200 Euro pro Jahr für denkbar. Damit könnten sich auch die Gebühren in der Region ändern. Noch sind dazu aber keine Pläne bekannt.

Im Vergleich mit anderen Nachbarländern rangiert Deutschland bei den Kosten weit hinten. „In Kopenhagen zum Beispiel kostet ein Anwohnerparkausweis 158 Euro pro Jahr – das könnte eine neue Untergrenze in Deutschland sein. Die Mehreinnahmen könnten Kommunen zum Beispiel in den Ausbau des Radverkehrs investieren, wie dies in Amsterdam der Fall ist“, erklärt Anika Meenken vom Verkehrsclub Deutschland.

Die erste Bewohnerparkzone der Region wurde im Jahr 1982 in Aachen eingerichtet. Es handelte sich um das Gebiet „R“, das sich zwischen Alexianergraben, Jakobstraße, Boxgraben und Krakaustraße erstreckt. Mit der geplanten Parkzone in Kullen am Klinikum soll in Zukunft erstmals ein Parkbereich außerhalb der Innenstadt für Bewohner ausgewiesen werden.

(jas)