Köln: Bewährungsstrafe im Prozess um Missbrauch eines Elfjährigen

Köln: Bewährungsstrafe im Prozess um Missbrauch eines Elfjährigen

Im Prozess um den sexuellen Missbrauch eines elfjährigen Jungen im „Phantasialand” Brühl hat das Landgericht Köln den 47-jährigen Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt.

Als Bewährungsauflage ordnete das Gericht am Montag eine Therapie an. Sollte der Mann dieser Auflage nicht nachkommen, muss er ins Gefängnis.

Der Familienvater hatte im Prozess gestanden, im Juli vergangenen Jahres im Beisein des Schülers sexuelle Handlungen an sich vorgenommen, ihn aber nicht berührt zu haben.

Der Vater des Opfers sagte, die Familie sei am elften Geburtstag des Jungen ins „Phantasialand” gefahren. Vater und Sohn seien gemeinsam zur Toilette gegangen. Der Vater habe eine der Kabinen aufgesucht, der Junge sei davor stehengeblieben. Währenddessen habe sich ihm der 47-Jährige genähert und neben ihm sexuelle Handlungen an sich vorgenommen. Sein Sohn habe daraufhin nach dem Vater gerufen und sei entsetzt weggelaufen. Man habe anschließend den Sicherheitsdienst verständigt, der den Mann der Polizei übergab.

Die Familie des Opfers hatte auf eine mehrjährige Haftstrafe gehofft. Der Vater des Jungen hatte vor Gericht erklärt, sein Sohn habe nach der Tat lange Zeit Angst gehabt. Er habe sich in seinem Zimmer versteckt. Unter anderem aufgrund des Geständnisses beließ es der Richter jedoch bei der Bewährungsstrafe.

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