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Geständnisse erwartet: Betrug mit Thermomixer-Geräten

Geständnisse erwartet : Betrug mit Thermomixer-Geräten

Zwischen September 2020 und März 2022 hat eine Betrügergruppe im Internet Thermomixer angeboten, diese aber nach Bezahlung nie geliefert. Nun stehen die vier Angeklagten vor Gericht. Die Justiz rechnet mit Geständnissen.

Im Prozess um den Online-Betrug mit Thermomix-Geräten rechnet die Justiz mit Geständnissen der Angeklagten. Eine aufwendige Beweisaufnahme mit zahlreichen Opferzeugen werde deswegen wohl nicht nötig sein, sagte der Vorsitzende Richter Martin Alberring am Donnerstag am Landgericht Mönchengladbach. Die vier Angeklagten hatten laut Gericht bereits bei der Polizei umfangreiche Angaben gemacht und sich – wie es heißt - gegenseitig schwer belastet.

Der Prozess kam am Donnerstag nicht in Gang, weil einer der vier Angeklagten der Verhandlung fernblieb. „Mein Mandant hat mich am Morgen angerufen und mir gesagt, dass er nicht kommt, weil seine schwerkranke Mutter ins Krankenhaus eingeliefert worden sei“, berichtete sein Verteidiger.

Daraufhin wurde die Verhandlung auf kommenden Montag vertagt und die Anklage nicht verlesen. Die vier Angeklagten sollen zwischen September 2020 und März 2022 online bundesweit Thermomix-Geräte zum Verkauf angeboten, diese aber nie geliefert haben.

Die geprellten Käufer hatten für die Küchenmaschine je nach Angebot zwischen 250 und 850 Euro überwiesen. Über die verschiedenen Kontoverbindungen waren die Ermittler der Bande auf die Spur gekommen.

Als Kopf der Bande gilt der älteste Angeklagte. Der 28-Jährige soll mit zwei Mitangeklagten zudem einen geprellten Kunden in dessen Mönchengladbacher Wohnung überfallen, beraubt und verprügelt haben.

Eine Frau aus Mönchengladbach, die ihn im Februar 2021 wegen Betrugs angezeigt hatte, soll er massiv eingeschüchtert haben. Zudem soll er ein Fake-Profil der Frau erstellt und auf einem Portal für Prostitution eingestellt haben.

Für den Prozess sind bis Ende Mai insgesamt zehn Verhandlungstage angesetzt. „Wir kommen möglicherweise auch mit vier Prozesstagen aus“, bemerkte Richter Alberring.

(dpa)