Gewalttat am Kölner Ebertplatz: Bericht der Landesregierung gibt neue Details bekannt

Gewalttat am Kölner Ebertplatz : Bericht der Landesregierung gibt neue Details bekannt

Rund drei Wochen nach dem Tod eines Somaliers (25) am Kölner Ebertplatz werden durch einen Bericht der Landesregierung an den Innenausschuss neue Details bekannt.

So stach der mutmaßliche Täter (25) dem Opfer „wahrscheinlich mit einer abgebrochenen Glasflasche“ in den Hals, so dass Halsschlagader und Luftröhre aufgeschlitzt wurden. Die Tat hatte eine neue Debatte um die Sicherheit am Ebertplatz ausgelöst.

Laut dem Bericht des Innenministers war ein Streit unter den beiden Somaliern - bei dem es um ein Drogengeschäft gegangen sein soll - am Morgen des 25. August gegen 4.50 Uhr eskaliert. Zunächst seien zwei „weitere Personen aus dem Bekanntenkreis der Kontrahenten“ eingeschritten, am Ende seien es zehn Männer gewesen. In dieser Situation soll der 25-Jährige zugestochen haben. Das Opfer verblutete laut Bericht am Tatort. Der Verdächtige wurde wegen Totschlags verhaftet. Der Flüchtling hat nach Angaben des Innenministeriums eine „bis zum 28.01.2020 befristete Aufenthaltsgestattung“. Er sei polizeibekannt wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, „weswegen er in den Jahren 2018 und 2019 zu geringen Geldstrafen verurteilt worden ist.“ Als Drogendealer sei er bisher nicht in Erscheinung getreten.

Innenminister Reul verweist in seinem Bericht zwar darauf, dass die Gesamtzahl der angezeigten Delikte am Ebertplatz im Vergleich zu den beiden Vorjahren zurückgingen - Rauschgift- und Körperverletzungsdelikte würden am Ebertplatz aber „überproportional häufig begangen.“ Der Platz in der Kölner City sei daher immer noch ein Kriminalitätsbrennpunkt. Eine Videoüberwachungs-Anlage der Polizei solle bis Ende Oktober betriebsbereit sein.

(dpa)
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