Aus für Traditionsunternehmen : Letzter wallonischer Fahrradhersteller schließt

Aus für Traditionsunternehmen : Letzter wallonischer Fahrradhersteller schließt

Der traditionsreiche belgische Fahrradhersteller „Brasseur“ hat nach rund 100 Jahren seine Pforten in Lüttich geschlossen. Damit werden in der Wallonie keine Fahrräder mehr produziert.

In seiner Glanzzeit verkaufte das belgische Unternehmen jährlich 25.000 Fahrräder und setzte damit laut belgischen Medien rund 14 Millionen Euro um.

2007 schluckte der niederländische Fahrradhersteller Accell die Firma, um sich einen Zugang zum lokalen wallonischen Markt zu gewinnen. Laut René Takens, Geschäftsführer von Accell, war „Brasseur“ zu dem Zeitpunkt der größte Spieler im Markt für Fahrräder und Fahrradteile in der Wallonie.

Die hauseigene Marke „Diamond“ wurde zwei Jahre später gegründet und richtete sich an eine sportliche und urbane Zielgruppe. Knapp 20 Mitarbeiter waren zuletzt in dieser Sparte tätig.

Ende April wurde der Entschluss gefasst, das Lütticher Traditionsunternehmen nach über 100 Jahren zu schließen. Konkrete Gründe hierfür wurden in den Medien nicht genannt.

(cwo)