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Schon bei 77 Prozent: Impfbereitschaft in Belgien steigt deutlich

Schon bei 77 Prozent : Impfbereitschaft in Belgien steigt deutlich

Die Impfbereitschaft in Belgien ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Gut drei Viertel (77 Prozent) der Belgier wollen sich mittlerweile gegen das Coronavirus impfen lassen.

Das berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Freitag unter Berufung auf eine Umfrage mehrerer Universitäten des Landes. Mitte Dezember hatte die Zahl demnach noch bei 56 Prozent gelegen.

Den Autoren der Studie zufolge sind Menschen eher bereit dazu, sich einen der Impfstoffe verabreichen zu lassen, dessen Nebenwirkungen sie einschätzen könnten. Bei den neuen Präparaten können dies, wie bei anderen Impfstoffen auch, etwa Muskelschmerzen sein.

Anfang vergangener Woche hatte Belgien nach einer Testphase großflächig mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Bis September sollen 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden. Experten gehen davon aus, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung einen Impfschutz erhalten müssen, um die Pandemie in einem Land zu stoppen.

Bislang wurden in Belgien fast 50.000 Menschen geimpft, wie das Gesundheitsinstitut Sciensano am Freitag mitteilte - das entspreche rund einem halben Prozent der belgischen Bevölkerung ab 18 Jahren. Der Großteil von ihnen wohnt oder arbeitet in Pflegeheimen.

Auch in Deutschland hat die Impfbereitschaft jüngst zugenommen. 67 Prozent gaben dem ZDF-„Politbarometer“ vom Freitag zufolge an, dass sie sich gegen Corona impfen lassen wollen. Ende November waren es demnach nur 51 Prozent gewesen. 10 Prozent lehnen eine Impfung ab (November: 20 Prozent) und 22 Prozent sind sich noch nicht sicher.

Belgien hatte im Herbst - in Relation zur Einwohnerzahl - zeitweise die höchsten Infektionszahlen in Europa. Bis die Zahlen durch strikte Beschränkungen begrenzt wurden, verzeichnete das Land täglich teils 15.000 neue Fälle oder mehr. Zuletzt wurden nach Sciensano-Angaben durchschnittlich rund 2080 neue Ansteckungen pro Tag registriert. In den vergangenen zwei Wochen steckten sich fast 230 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus an.

(dpa)