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5,27 Millionen Zuschauer: Hinweise auf „Aktenzeichen XY“-Fall aus Kelmis eingegangen

5,27 Millionen Zuschauer : Hinweise auf „Aktenzeichen XY“-Fall aus Kelmis eingegangen

Millionen Menschen haben gestern den nachgestellten Raubüberfall auf eine ehemalige Aachener Rotlichtgröße in Kelmis gesehen. Haben sich daraus Hinweise ergeben?

Die Ausstrahlung des Raubüberfalls auf eine alte Aachener Rotlichtgröße bei „Aktenzeichen XY ...ungelöst“ hat neue Hinweise für die Ermittler der Föderalen Polizei in Eupen ergeben. Der 82-Jährige Armin D. war am Mittag des 13. April von zwei Männern ausgeraubt worden, die 9000 Euro in bar und drei wertvolle Uhren erbeutet hatten. Er hatte nach der Flucht der Täter selbst Hilfe holen können.

Für die ZDF-Sendung am Mittwochabend war der Raubüberfall von Schauspielern nachgestellt worden. Eine Stimme aus dem Off berichtete dabei, dass der Mann seit mehreren Jahren in keiner Form mehr im Milieu in Aachen aktiv sei und seitdem zurückgezogen in Kelmis-Hergenrath unweit der deutschen Grenze lebe. Im Anschluss berichtete Hauptinspektor Roger Henz aus Eupen im Gespräch mit Moderator Rudi Cerne, dass die Täter im Alter von 30 bis 40 Jahren teils Englisch mit osteuropäischem Akzent oder gebrochenes Deutsch gesprochen hätten. Einer von beiden trage ein Tattoo in Form eines blauen Symbols auf der Hand.

„Es sind am Abend verschiedene Anrufe eingegangen“, sagte Henz am Donnerstagmorgen. Die Hinweise würden nun gesammelt vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden an die Ermittler in Belgien übergeben. Man werde dann allen Hinweisen nachgehen, hieß es.

5,27 Millionen Menschen schauten die ZDF-Sendung. Damit war „Aktenzeichen XY ...ungelöst“ nach der Tagesschau, die 100.000 Zuschauer mehr hatte, die am meisten gesehene Fernsehsendung am Mittwochabend noch vor dem ARD-Brennpunkt zur Wahl in den USA.

(cs)