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Ostbelgien und die Corona-Krise: Gratis-Masken für alle und Petition gegen Grenzkontrollen

Ostbelgien und die Corona-Krise : Gratis-Masken für alle und Petition gegen Grenzkontrollen

In Belgien regt sich Widerstand gegen die Grenzkontrollen im Zuge der Corona-Krise. Ein Eupener hat eine Online-Petition dagegen gestartet. Derweil läuft die Produktion von Gratis-Gesichtsmasken für die Ostbelgier.

Die Petition auf der Plattform OpenPetition.eu enthält die Forderung an die belgische Föderalregierung und die Regierung der Deutschprachigen Gemeinschaft (DG), die Coronavirus-Beschränkungen aufzuheben.

Derzeit dürfen in Belgien lebende Personen die Grenze nur passieren, wenn sie dafür „triftige Gründe“ wie etwa den Weg zur Arbeit oder einen Arztbesuch nachweisen können. Anders als die Regeln zum „Social Distancing“ ergäben die Maßnahmen an der Grenze keinen Sinn, erklärt der Initiator Lutz-Rene Jusczyk nach einem Bericht des Belgischen Rundfunks.

Auch die vom belgischen EU-Abgeordneten Pascal Arimont und dem DG-Ministerpräsidenten Oliver Paasch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe EU-DG fordert eine schnellstmögliche Einstellung der Grenzkontrollen. Die ostbelgischen Politiker verweisen darauf, dass in den Nachbarländern ja ähnliche Regelungen gelten. Natürlich müssten die „gesundheitswissenschaftlichen Voraussetzungen“ erfüllt sein, dabei sollten die Meinungen der Experten berücksichtigt werden.

Gesichtsmasken für alle

Unterdessen wurde bekannt, dass jeder Ostbelgier kostenlose Gesichtsmasken erhalten soll. Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft will für alle Bürger Stoffmasken herstellen und verteilen lassen. Das berichten belgische Medien.

Die Masken sollen von zwei Unternehmen in Eupen produziert und noch bis zum erwarteten Beginn der gelockerten Ausgangsbeschränkungen im Mai verteilt werden. Jeder Bürger soll zwei bis drei Masken bekommen.

(wb/heck)