Belgien: Streik bei SNCB/NMBS legt zahlreiche Züge lahm

Streit um Sozialabkommen : Bahnstreik legt ab Mittwochabend zahlreiche Züge in Belgien lahm

Nachdem die Verhandlungen um ein neues Sozialabkommen zwischen den Mitarbeitern und der belgischen Bahn gescheitert sind, müssen sich viele Pendler am Donnerstag auf Ausfälle einstellen. Der Streik dauert ab Mittwochabend 22 Uhr genau einen Tag lang an.

Der Streik zwischen Mittwoch und Donnerstag um jeweils 22 Uhr bei der belgischen Bahn (SNCB/NMBS) betrifft besonders die Pendlerzüge. Das Unternehmen hat auf seiner Webseite eine Liste mit den voraussichtlichen Ausfällen bereitgestellt.

Vom Streik ist auch der Regionalexpress 29 von Aachen Hauptbahnhof über Verviers nach Spa-Géronstère betroffen. Wie oft der Zug, der in Belgien als L37 verkehrt, am Donnerstag verkehren wird, sei aktuell noch unklar, so der Aachener Verkehrsverbund. Ein Umstieg auf Alternativen wird jedoch empfohlen.

Einige Fernverkehrszüge können wie geplant fahren, andere fahren mit einer geringeren Taktung. Bei den Nahverkehrslinien (S- und L-Züge) ist geplant, dass jeder dritte Zug verkehrt. Die meisten P-Linien – Züge, die nur zu den Pendlerzeiten verkehren – fallen aus.

Die folgenden Linien entfallen ersatzlos:

  • IC Bergen – Brüssel Flughafen – Zaventem – Doornik
  • IC Antwerpen-Zentral – Löwen
  • IC Turnhout – Antwerpen-Zentral
  • IC Antwerpen-Zentral – Brüssel-Süd
  • IC Namen – Maubeuge
  • IC Bergen – Aulnoye
  • S41 Lüttich-Guillemins – Verviers-Zentral
  • S44 Lüttich-Guillemins – Borgworm
  • S62 Charleroi-Süd– Luttre
  • L Jurbeke – 's Gravenbrakel

Durch die Streiks kann es auch zu kurzfristigen Halteausfällen in kleineren Bahnhöfen und zu nicht besetzten Ticketschaltern kommen. Der Konzert bittet, stattdessen über die hauseigene Handy-App Tickets zu buchen und sich kurzfristig über die Verbindungen zu informieren.

Nach dem Ende des Streiks soll zeitnah der Verkehr wieder nach Plan ablaufen. Trotzdem kann es bis in die Nacht zu Ausfällen und Verzögerungen kommen.

Verhandlungen gescheitert

Bei den Streitigkeiten zwischen der Gewerkschaft und der Bahngesellschaft geht es um das Sozialabkommen für die Jahre 2020 bis 2022. Die Mitarbeiter fordern unter anderem eine Lohnerhöhung von 1,1 Prozent, gleiche Lohnbedingungen für Leiharbeiter und Festangestellte und die Aufrechterhaltung der 36-Stunden-Woche. Die Verhandlungen in der Vorwoche waren gescheitert, wonach die Gewerkschaft die Streiks ankündigte.

(cheb)