Brüssel/Region: Belgien liegt beim Straßennetz hinter Namibia und Ruanda

Brüssel/Region: Belgien liegt beim Straßennetz hinter Namibia und Ruanda

Was der eine oder andere Autofahrer im Dreiländereck schon geahnt haben dürfte, nun ist es offiziell: Was die Qualität der belgischen Straßen angeht, ist noch Luft nach oben. Nach Daten des Weltwirtschaftsforums liegt das Nachbarland in dieser Beziehung noch hinter Schwellenländern wie Namibia, Ruanda und Aserbaidschan.

Der 46. Platz von 137 untersuchten Volkswirtschaften ist nichts, worauf man im Nachbarland sonderlich stolz sein dürfte - damit liegt das mitteleuropäische Land gerade mal im Mittelfeld. Deutschland glänzt in diesem Bereich übrigens auch nicht sonderlich mit einem 15. Platz, die Niederlande liegen dagegen auf Rang 5. Die besten Straßennetze haben die Vereinigten Arabischen Emirate, die Schweiz und Singapur. Schlusslichter sind Haiti, Kongo und Mauretanien.

Die Tabelle ist Teil des sogenannten Global Competitiveness Reports, einer Rangliste der Volkswirtschaften der Welt mit den höchsten Wachstumschancen. In den Index fließen ein: Daten zu Infrastruktur, Gesundheit, Bildung, Effizienz der Gütermärkte, Arbeitsmarkteffizienz, technologischer Entwicklungsgrad und weitere Faktioren.

Der Verkehrsminister der belgischen Provinz Wallonie erklärte in einem Interview gegenüber dem Sender RTBF, es sei in Belgien jahrelang zu wenig ins Straßennetz investiert worden. Die Investitionen seien in den vergangenen Jahren erhöht worden, bis sich dies bemerkbar mache, werde aber noch einige Jahre dauern.

Im Gesamtranking liegt Belgien übrigens auf einem respektablen 20. Platz und damit vor Ländern wie Frankreich (22), Korea (26) und China (27). Weltweit führend ist das Nachbarland unter anderem bei den Werten für Inflation, der Niedrigkeit von HIV-Erkrankungen und bestimmten Ausbildungsmarktfaktoren. Platz 1 in der Gesamtstatistik geht an die Schweiz vor den USA und Singapur, dahinter folgen die Niederlande und Deutschland.

(heck)