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Geilenkirchen/DenHaag: Baum-„Gipfel” tagt am Donnerstag in Den Haag

Geilenkirchen/DenHaag : Baum-„Gipfel” tagt am Donnerstag in Den Haag

In Den Haag treffen sich am Donnerstag die politischen Vertreter der niederländischen Gemeinden Onderbanken und Brunssum, der Provinz Limburg, der Stadt Geilenkirchen und Vertreter der NATO mit der niederländischen Umweltministerin Sybilla Decker.

Bei diesem Treffen wird über die zu hoch geratenen Bäume auf dem Gebiet der Gemeinde Onderbanken diskutiert, die die in Teveren startenden Awacs-Frühwarnflugzeuge behindern. Je nach Wetterlage können die Maschinen nicht mehr vollbetankt starten, weil sie vor den Bäumen nicht ausreichend an Höhe gewinnen können. Deshalb müssen manche Flugzeuge der Luft nachbetankt werden.

Während die Stadt Geilenkirchen von Onderbanken eine Kappung der Bäume auf einer Fläche von sechs Hektar fordert, verlangt Onderbanken eine Verlängerung der Start- und Landebahn um 90 Meter in Richtung Geilenkirchen. Dies wäre mit Kosten von rund fünf Millionen Euro verbunden.

Je nach Ausgang der heutigen Gespräche kann Sybilla Decker die Gemeinde Onderbanken auffordern, die Bäume zu kappen. Dagegen können Bürger Onderbankens Einspruch einlegen, womit zu rechnen ist. Dann allerdings könnte die Umweltministerin mit dem so genannten „Nimby-Verfahren” lokale Regeln außer Kraft setzen und die Kappung der Bäume anordnen.

Vor diesem Hintergrund wird derzeit im NATO-Hauptquartier im belgischen Mons eine Teilverlegung des Verbandes nach Trapani in Italien oder Akteon in Griechenland nicht ausgeschlossen. Für die Grenzregion ist der NATO-Verband ein enormer Wirtschaftsfaktor: 1800 Soldaten und 1200 Zivilisten, davon übrigens 350 Niederländer, sind hier beschäftigt. Pro Jahr fließen von dem Verband rund 65 Millionen Euro in die Region.