Bauarbeiten auf A4 zwischen Merzenich und Elsdorf für Fledermäuse

Bauen für Fledermäuse und Bäume : Fahrspuren auf der A4 werden verengt

Auf der A4 werden ab Samstag für etwa zwei Monate zwischen Merzenich und Elsdorf in beiden Fahrtrichtungen die Fahrbahnen reduziert beziehungsweise verengt.

Das teilte der Landesbetrieb Straßenbau am Dienstag mit. Zu den Arbeitszeiten zwischen 9 und 16 Uhr sollen in beiden Fahrtrichtungen tageweise nur zwei Fahrspuren in jeder Fahrtrichtung zu Verfügung stehen. Außerhalb dieser Zeiten werde der Verkehr mit jeweils drei verengten Fahrspuren durch den Baustellenbereich geführt. Die Geschwindigkeit werde auf 80 Stundenkilometer beschränkt. Der Landesbetrieb schätzt, dass die Bauarbeiten zwei Monate dauern. Allerdings sei die Dauer witterungsabhängig.

Gebaut wird in dieser Zeit eine Überflughilfe für Fledermäuse. Schon bei dem Bau dieses Autobahnabschnittes, der vor rund vier Jahren freigegeben wurde, waren diese Überflughilfen rechts und links der Autobahn sowie im Mittelstreifen eingeplant worden. Im Mittelstreifen sollten neu gepflanzte Hainbuchen diese Funktion übernehmen.

Im westlichen Abschnitt bei Merzenich sind diese Hainbuchen gut angewachsen, im östlicheren Abschnitt aber ist der Mittelstreifen laut Landesbetrieb kleiner. „Die Hainbuchen haben dort offenbar einen zu kleinen Lebensraum vorgefunden und sind deswegen teils nicht gut gewachsen oder dem trockenen Sommer 2018 zum Opfer gefallen“, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs. Nun soll ein vier Meter hoher Maschendrahtzaun als künstliche Fledermausüberflughilfe im Mittelstreifen dienen.

Im Zusammenhang dieser Baumaßnahme wird laut Landesbetrieb auch die Allee der „Bäume des Jahres“ verlängert. Der letzte am Autobahnrand erwähnte Baum ist der des Jahres 2014. Jetzt sollen die „Bäume des Jahres“ bis 2018 ergänzt werden. Das sind für 2015 der Feldahorn, für 2016 die Winterlinde, für 2017 die gemeine Fichte und für 2018 die Esskastanie.

Auch in dieser Allee sind zahlreiche Bäume dem extrem trockenen Sommer zum Opfer gefallen. Sie werden nach Angaben des Landesbetriebs-Sprechers im Rahmen der noch laufenden „Anwuchsgarantie“ ersetzt.

(cs)
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