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Bauarbeiten am Autobahnkreuz Aachen

StraßenNRW packt den „Überflieger“ an : Am Aachener Kreuz geht’s voran

Am Aachener Autobahnkreuz geht es voran. An diesem Wochenende (von Freitag 20 Uhr bis Montag 4 Uhr) stehen auf der A544 zwischen Abfahrt Verlautenheide und Haarener Gracht zunächst Maßnahmen an, die mit den eigentlichen Arbeiten am Kreuz nichts zu tun haben.

Hier wird über das Wochenende eine Rohrleitung zur Entwässerung in die Autobahndecke gelegt. Der Verkehr wird solange in beiden Richtungen einspurig am Baufeld vorbei geführt.

Der Landesbetrieb Straßen NRW hat nach Aussage von Projektleiter Ernst Gombert mit der Stadt Aachen ein komplett neu zu erstellendes Entwässerungssystem in diesem Autobahnabschnitt  abgesprochen, damit das Wasser nicht wie bislang ungeklärt in den Haarbach läuft, sondern künftig über zwei neue Klärbecken an der Haarener Gracht und im Bereich der Rastanlage Haarberg, die bis Juli fertig sein sollen. Bis zum Jahresende wird auf diesem Abschnitt der A544 die gesamte Fahrbahndecke in mehreren Arbeitsabschnitten erneuert.

Der Umbau des Autobahnkreuzes schreitet derweil voran. Hier steht der Neubau der sogenannten Überflieger-Brücke unmittelbar bevor, die die A4 von den Niederlanden kommend über die A544 hinweg zum eigentlichen Kleeblatt führt. Die neue Brücke wird zirka 170 Meter lang und – für vier Fahrspuren und einen Haltestreifen – 23 Meter breit sein. Ab kommende Woche werden nun mehr als 60 Pfähle in den Untergrund gebaut, die den „Überflieger“ tragen werden.

„Jeder dieser Pfähle hat einen Durchmesser von bis zu 1,20 Meter und wird maximal 24 Meter tief in die Erde gesetzt. Wenn die Löcher gebohrt sind, wird ein Stahlbewehrungskorb eingelassen und mit Beton aufgefüllt“, sagt Gombert. Es sei vorgesehen, pro Tag zwei Pfähle fertigzustellen. Wenn alle Pfähle im Untergrund stehen, werden sogenannte Pfahlkopfplatten darüber betoniert. Es folgt eine aufwendige Konstruktion (zum Teil aus Stahl), bis schließlich Betonfertigteile und eine Betondecke aufgebracht werden. Nach Abschluss der zum Teil parallel verlaufenden Arbeiten an Stütz- und Lärmschutzwänden  soll der „Überflieger“ ab Ende 2020 befahrbar sein.

(pep)